Wintereinbruch - Die Stimme des Winters

Der Steg am Bergsee
Der Steg am Bergsee

 

Der Glockenturm der St. Clemens Kirche in Triberg schlägt gerade einmal. Dies bedeutet zu dieser Stunde: Es ist 8.15 Uhr.

Ich bin bereits im Wald mit meiner Kamera unterwegs. Die Temperatur beträgt -6°C. Ein leichter Hauch von Schnee bedeckt die Landschaft. Der Winter, der sich bis jetzt rar gemacht hatte, ist endlich angekommen. Am frühen Morgen lassen sich gute Bilder aufnehmen, die die eisige Kälte zum Ausdruck bringen. Man ist diese Minusgrade gar nicht mehr gewohnt und so bedarf es einer gewissen Eingewöhnungsphase. Das Gehen, das den Kreislauf in Schwung hält, hilft dabei. Bei jedem Foto, das einen zum Stehenbleiben verpflichtet, macht sich der Frost an den Fingern sofort bemerkbar. Nach jeder Aufnahme verschwindet die Kamera geschwind in den Rucksack und die Hände in den wärmenden Handschuhen. Und dann geht es weiter....... immer wieder nach günstigen Bildmotiven Ausschau haltend. Die Sonne hat zu dieser Stunde noch nicht ganz die Berge um Triberg erklommen. Aber von Minute zu Minute treffen ihre Strahlen auf die umliegende Landschaft. Diese erwecken das Terrain von seinem Schlaf. Man kann dabei zusehen, wie der winterliche Tag erwacht und die Schatten der Nacht langsam verdrängt. Helligkeit erobert die Macht. Es ist schön, so früh auf Tour zu sein. Ich begegne keinem Menschen und habe somit die Natur für mich allein. 

Mein kleiner Hund, der mich treu auf meinen Wegen begleitet, ist ganz in seiner Welt versunken. Seine Nase taucht er regelmäßig zwischen Schnee und die auf dem Boden liegenden Blättern. Schließlich muss man ja wissen, was los ist in der Welt: Zeitunglesen auf Fellnasenart eben.

Währenddessen zücke ich hin und wieder meine Kamera und mache einige Aufnahmen.

Mit und mit neigt sich unser frühmorgendlicher Spaziergang dem Ende zu. Ich bin um ein paar winterliche Fotos reicher geworden und mein Hund um ein paar hundswichtige regionale Nachrichten schlauer. Zufrieden kehren wir beide nach Hause.

 

(Info: Die Fotos wurden mit einer Canon EOS 20D gemacht. Diese können per Anklicken vergrößert werden.

Folgendes Objektiv war auf der Kamera angebracht: Tamron Di II 18-270mm 1: 3,5-6,3)

 

Kälte:

Kälte - SW:

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