Wieder bin ich in Donaueschingen unterwegs. Der letzte Besuch erfolgte im Herbst (siehe Blog Artikel: Zu Besuch in Donaueschingen).
Heute ist ein wunderschöner Frühlingsmorgen. Die Sonne scheint von einem nahezu wolkenlosen blauen Himmel herab. Nur einige wenige weiße Schleierwolken schmücken das Firmament. Auf meinem Weg zum Rathaus entstehen meine ersten Aufnahmen...
Ich mag altes Gemäuer kombiniert mit wunderschönen Pflanzen und Bäumen. Mir fällt ein Holztor auf, das seitlich von einem prächtig blühenden Flieder umarmt wird. Auf der anderen Seite lugen jungfräuliche Blätter einer Buche hervor, die ihren Blick vorsichtig auf die Welt richten. Ihr Grün ist noch frisch und zart.
Am alten blauen Rathaus befindet sich im hinteren Bereich ein prachtvolles Tor. Abseits davon befindet sich eine ungewöhnlich niedrige ältere Holztüre.
Der Platz vor dem Rathausgebäude wird von jungen Kastanienbäumen umsäumt. Ihr Schatten sorgt für eine wohltuende Kühle an warmen Tagen und lädt zum Verweilen ein.
Am blauen Rathaus:
(INFO: Alle Bilder wurden mit einer Canon EOS 200D aufgenommen und lassen sich durch Anklicken vergrößern. Nicht alle Fotos wurden mit Bildunterschriften versehen. Folgendes Objektiv kam zum Einsatz: Canon EF-S 18-135 mm; 1:3,5-5,6 IS USM)
Vor dem Rathaus wurde 1989 anlässlich des 1100-jährigen Stadtjubiläums der Musikantenbrunnen errichtet. Dieser ist vom Aachener Künstler Bonifatius Stirnberg entworfen und erbaut worden.
Bonifatius Stirnberg, der in Aachen im Alter von 92 Jahren am 14. Oktober 2025 starb, war ein deutscher Bildhauer. Seit 1973 hatte er ein eigenes Atelier in Aachen. Direkt am Atelier war eine Bronzegießerei angeschlossen. Viele seiner Skulpturengruppen sind in der Aachener Stadt zu sehen. Eine seiner berühmtesten Arbeiten ist der Puppenbrunnen. Die Figuren sowohl des Puppenbrunnens als auch des Musikantenbrunnens haben teilweise bewegliche Gliedmaßen. Die Brunnen erfreuen sich großer Beliebtheit.
Der Musikantenbrunnen:
Bei meinem heutigen Rundgang durch die Stadt der Donauquelle lege ich ein besonderes Augenmerk auf alte Häuser, Gebäude, Eingänge, Türen und Skulpturen. Diese haben so einige Geschichten zu erzählen. Unter anderem stoße ich auf ein Haus, auf dessen Front eine große Sonnenblume gemalt ist. Der Eingang, der von einer Betonüberdachung geschützt ist, ist seitlich mit Strichmännchen bemalt. Die blaue Decke wird von gelben Sterne geschmückt. An der Seite des Hauses befinden sich Gemälde... eine kleine Galerie im Freien.
Alte Häuser/ Alte Tore & Türen...:
Künstlerisches Ambiente:
Nachdem ich ein wenig durch die Stadt geschlendert bin, gehe ich an der Brigach entlang. Eine Schwanenfamilie, bestehend aus zwei Altvögeln und acht Jungtieren, schwimmt auf dem fließenden Gewässer. Es macht Freude zuzuschauen: Die Eltern sind einerseits auf Nahrungssuche und gründeln fleißig den Flussboden ab, andererseits haben sie unentwegt ein wachsames Auge auf de Nachwuchs, der damit beschäftigt ist, gegen die leichte Strömung des Flusses anzuschwimmen und gleichzeitig zu fressen.... keine ganz so leichte Aufgabe.
Nach einer Weile laufe ich weiter flussabwärts und stoße auf das Museum Art.Plus. Das Museum wurde 2009 in Donaueschingen eröffnet. Es ist ein Ausstellungsort für zeitgenössische Kunst.
Auf der gegenüberliegenden Uferseite der Brigach befindet sich der Donautempel, der 1910 erbaut wurde. Eine Infotafel berichtet kurz über seine Entstehungsgeschichte. Der Tempel wurde dort errichtet, wo der Abfluss der Donauquelle sich mit der Brigach vereinigt.
Bevor ich meinen Besuch in Donaueschingen in einem Café mit einem Latte Macchiato und einem leckeren Stück Kuchen beende, schaue ich noch kurz im fürstlichen Park vorbei. Dieser ist recht groß und es gibt Einiges zu sehen. Beim nächsten Besuch werde ich hier näher auf Entdeckungsreise gehen.
Als ich mich auf den Weg zu meinem "Kaffee-Kuchen" mache, höre ich von Weitem ein lautes Geschnatter. Es sind drei prächtige Gänse, die lauthals auf sich aufmerksam machen und plötzlich kommt eine Erinnerung hervor: In meinem Lateinunterricht behandelten wir "Anseres Capitolini" - bekannt als "Die Gänse vor dem Kapitol".
Die Legende besagt, dass die heiligen Gänse vor dem Juno-Tempel während der Belagerung Roms durch die Gallier ca. 390 v.Chr. durch ihr lautes Geschnatter die noch schlafenden Römer aufweckten. Somit wurde der Überraschungsangriff in der Nacht vereitelt und das Kapitol gerettet.
"Schulzeit, Schulkameraden/innen, Unterricht, Hausaufgaben, Arbeiten, Klausuren, Abi - das waren noch Zeiten", sind meine abschließenden Gedanken, als ich das Café schließlich erreiche.......

Gefiltert & Schwarz-Weiß:












































































