Am Marbacher Weiher

Es ist kurz vor Sonnenaufgang. Ich befinde mich in der Nähe des Marbacher Weihers. Es ist bei -2°C noch recht frostig an diesem wunderschönen Frühjahrsmorgen. Es wird jedoch nicht lange dauern, bis die Sonne Luft und Landschaft erwärmt.

Die Sonne geht auf
Die Sonne geht auf

 

Der Himmel ist teilweise von wenigen leichten Wolken bedeckt. Es herrscht eine stille Atmosphäre. Lediglich die Stimmen der Vögel sind zu hören. 

Wiesen und Gräser sind durch den nächtlichen Frost mit einem zarten Weiß bedeckt. Durch das ständig wechselnde Wetter kommt der Frühling sehr zögerlich in die Gänge.

 

 

 

 

Morgendliche Momente:

 

Stockenten drehen ihre morgendliche Runde auf dem Marbacher Weiher
Stockenten drehen ihre morgendliche Runde auf dem Marbacher Weiher

 

(INFO: Die Bilder wurden mit einer Fuji Finepix S5 Pro aufgenommen und lassen sich durch Anklicken vergrößern. Folgendes Objektiv wurde genutzt:

SIGMA 18-200 mm; 1:3,5-6,3 DC Macro OS HSM Contemporary

Nicht alle Bilder wurden mit einer Bildunterschrift versehen.)


 

Ich befinde mich auf der Fahrradstraße, die von Brigachtal nach Villingen führt. Auf diesem Weg liegt der Marbacher Weiher. Er umfasst eine Größe von ca. 0,5 ha und erreicht eine maximale Tiefe von etwa 2m. Einige Bänke am Rande des Gewässers laden zum Verweilen ein..... wenn es nur nicht zu dieser Stunde so kalt wäre. Stockenten schwimmen auf dem Wasser und drehen gemütlich ihre Runden. Manch eine von ihnen schnattert aufgeregt, denn man hat mich entdeckt. Ich versuche so viel Abstand wie möglich vom Weiher zu halten, um sie nicht allzu sehr zu stören. An den Ufern des Marbacher Weihers befinden sich einige hochgewachsene Birken. Auf einer sitzt hoch oben auf der Baumkrone ein Kormoran. Er genießt sichtlich die wärmenden Strahlen der morgendlichen Sonne und hat zudem einen wunderbaren Blick auf die Landschaft.

Ein Feuchtgebiet mit einem Teich befindet sich in unmittelbarer Nähe des Gewässers. Ein Holzsteg und zwei Holzbänke hat man dort errichtet. Ein abgestorbener Baum, Sträucher und wildes Gestrüpp säumen die Ufer des Teiches. Ein idyllisches und gleichzeitig mystisches Fluidum erfüllt diesen Ort. Diverse Gräser wachsen hier. Alte verdorrte Blütenstände der Wilden Karde und Rohrkolben sind stehen geblieben. Die Morgensonne taucht zu dieser Stunde das Gebiet in orangefarbene Töne. Leichter Dunst steigt über dem Wasser empor.

Umliegende Wassergräben sorgen unter anderem für den natürlichen Kreislauf des Wassers.

 

Am Marbacher Weiher: 

 

Mein Weg führt mich nun weiter in Richtung der Brigach. Sie fließt ganz in der Nähe. Bevor ich den Fluss erreiche, werde ich auf eine Fläche aufmerksam, wo diverse Baumarten wie Pappeln, Rot-Erlen und Weiden und vereinzelt Eichen stehen. Ein großer Baumstumpf einer Pappel fällt besonders ins Auge. An der Stelle, an der einst der mächtige Stamm abbrach, sind zwei längere Spitzen erhalten geblieben. Durch die Verwitterung sind im Holz Löcher und Spalten entstanden. Ein Loch sieht je nach Blickrichtung wie ein Herz aus.

Der Boden unter meinen Füßen ist von Hunderten von Blättern der letzten Generation bedeckt. An manchen dunkleren und feuchten Stellen kommt durch die Sonne Nebel auf.

 

Ein Baumareal:

 

Nach einer Weile verlasse ich diesen Ort und gehe zum Fluss. Die Brigach fließt ruhig vor sich hin. An ihren Ufern wachsen diverse Bäume und Sträucher.  Die Flächen, die direkt am fließenden Gewässer grenzen, hat man bewusst nicht bewirtschaftet. Hier kann sich die Brigach bei Hochwasser ausbreiten. Mancher Baum hat diesen Bedingungen nicht standgehalten und so stehen vereinzelt kahle hölzerne Gerippe in der Landschaft. Abgeknickte Gräser, tote Sträucher und leere Schneckenhäuser sind weitere Zeugen der Naturgewalten. Aber Leben ist trotz aller Widrigkeiten vorhanden, denn hier und dort kommt wieder Grünes hervor. An manchen flachen geschützten Stellen sind die ersten blühenden Bodendecker zu sichten. Buschwindröschen und Scharbockskraut lassen den Boden weiß und gelb blühen.

 

An der Brigach:

An den Ufern der Brigach
An den Ufern der Brigach

 

Ich könnte hier noch stundenlang umherwandern, aber es wird Zeit, die Heimreise anzutreten, denn die einst  frühmorgendliche stille und ruhige Atmosphäre weicht und der Tag erwacht. Die Geräuschkulisse wird hörbar stärker.

Es gibt noch Vieles zu entdecken. Die Abenteuer- und Entdeckungsreise geht weiter. Bin schon sehr gespannt, wohin es mich beim nächsten Mal zieht.....

 

Der Frühling ist nicht mehr aufzuhalten:

Weidenkätzchen - Die Vorboten des Frühlings
Weidenkätzchen - Die Vorboten des Frühlings
Das Scharbockskraut (B&W)
Das Scharbockskraut (B&W)
Frühlingserwachen
Frühlingserwachen
Weidenkätzchen (B&W)
Weidenkätzchen (B&W)