Es ist früh am Morgen, als ich den PKW an einem Parkplatz in der Nähe des Talbachs abstelle. Endlich scheint die Sonne wieder. Sie hat sich lange nicht mehr blicken lassen. Nun genieße ich den lichten Augenblick und starte vom Fluss aus meinen Rundweg.
Dieser beginnt recht schattig, denn er führt zunächst an einem waldigen Abschnitt entlang. Es geht ein wenig bergauf. An der Bergkuppe angekommen hat man einen schönen hellen und weiten Blick auf die Landschaft. Am Waldrand befindet sich ein altes Wegekreuz, das aus dem Jahre 1915 stammt. Nicht unweit davon lädt eine kleine Ruhestätte bestehend aus einer Holzbank und zwei Stühlen, die aus Baumstämmen gefertigt wurden, zum Rasten und Verweilen ein.
[INFO: Alle Bilder wurden mit einer Sony Alpha 99 aufgenommen und lassen sich durch Anklicken vergrößern.
Folgendes Objektiv kam zum Einsatz: Minolta AF ZOOM 24-105 mm; 1:3,5 (22) - 4,5 (D)]
Abhängig vom Einfall des Sonnenlichts erscheinen die Felder in einem kräftigen orangefarbenen Ton. Der blaue morgendliche Himmel wird von wenigen weißen Wolken geschmückt. Ich folge dem Weg, der durch die freien Feldflächen führt. Die Strahlen unseres wärmenden Sterns entfalten schon zu früher Stunde ihre Kraft. Eine leichte wohlige Wärme ist zu spüren. Bei meiner Wanderung fällt mir ein altes Sonnenblumenfeld auf. Einige Vögel fliegen auf, als sie mich bemerken. Es ist erstaunlich, wie zäh diese Pflanzen sind. Obwohl der Winter viel Schnee und Eis mitgebracht hat und zudem kräftige Winde das Land heimgesucht haben, trotzen die verdorrten Überbleibsel der Sonnenblumen den Naturgewalten. Wie viel Kraft muss wohl in ihnen stecken?
Licht & Schatten - Die Farben eines wunderschönen Wintermorgens:
An einer Haselnussplantage angekommen, führt ein kleiner Pfad in Richtung eines Waldareals. An der Weggabelung steht ein altes hölzernes Wegekreuz.
Das umzäunte Feld mit den vielen Haselnusssträuchern wird von einigen Pferden bewohnt. Sie halten die Gräser zwischen den Pflanzen kurz. Ihre Hinterlassenschaften dienen als Dünger für den Boden. Eines von ihnen beobachtet mich aus sicherer Distanz.
Ich folge dem Pfad, der sein Ende schließlich in einer Wiese findet. Da das Gras relativ trocken ist, überquere ich das Feld, bis ich auf einen befestigten Waldweg stoße, der hinunter ins Tal führt, wo der Talbach fließt...
Auf meinem Weg hinunter ins Tal befinden sich teilweise dunkle dicht bewaldete Areale im Berghang. Sie sind so dunkel, dass keinerlei Licht eindringt. Es ist unheimlich.
Nun ist es nicht mehr weit, bis ich den Ausgangspunkt des Rundwegs erreiche.
Ich freue mich, denn ich konnte nach einer gefühlten Ewigkeit wieder in der Morgensonne fotografieren. Wurde aber auch wirklich Zeit....
Gefiltert & Schwarz-Weiß:






































