Die Wiederkehr des Schnees

Es ist an einem Nachmittag Ende Januar, als es gegen 15.00 Uhr zu schneien beginnt.

Eigentlich war der Schnee, der Anfang des Jahres gefallen war, bereits "Schnee von gestern", denn nur noch wenige weiße Flecken in der Landschaft erinnerten an ihn. Man hatte gedacht und auch ein wenig die leise Hoffnung gehegt, dass die weißen Flocken nicht mehr so bald wieder kommen mögen... Aber, wie schon ein altes Sprichwort sagt: "Meistens kommt es anders, als man denkt.",... trifft es tatsächlich anders ein. Und so kommt der Schnee erneut und zwar just an diesem besagten Nachmittag. Obwohl sich die Temperaturen ein wenig über 0°C bewegen, bleibt der weiße Niederschlag liegen. Zu heftig ist der Schneefall und so breitet sich binnen nicht allzu langer Zeit ein weißer winterlicher Teppich über das Land aus. Der Winter meldet sich zurück. Als ich am nächsten Morgen aus dem Fenster blicke, schneit es immer noch. Manche Bäume und Äste biegen sich merklich. Die Temperaturen sind nicht sehr tief und somit ist die weiße Pracht nass und schwer und "be-lastet" die Gehölze. Da es bei 1°C nicht sehr kalt ist, frage ich mich, wie lange wohl die winterliche Landschaft ihr Aussehen behalten wird, und so entschließe ich mich kurzerhand, den Fotorucksack zu packen und nach draußen zu gehen.

Der Flockentanz ist teilweise recht intensiv. Der Himmel erscheint in diversen grauen Tönen. Hier hat Mutter Natur wieder kräftig in ihrer Farbpalette gerührt und ihre Farben gemixt. Teilweise sind die Lichtverhältnisse sehr dunkel und machen das Fotografieren nicht gerade leicht. Aber auch damit muss man zurechtkommen und dies macht das Ganze auch irgendwie spannend.

 

Die Wiederkehr des Schnees
Die Wiederkehr des Schnees

(HINWEIS: Die Fotos wurden in der letzten Januarwoche aufgenommen. Ihre Bearbeitung und das Verfassen des Beitrags haben einige Zeit in Anspruch genommen, sodass der Blogeintrag nun Anfang Februar erscheint. Alle Bilder lassen sich durch Anklicken vergrößern und wurden mit einer Canon EOS 7D gemacht. Folgendes Objektiv wurde genutzt: SIGMA 17-70 mm; 1:2,8-4 DC Makro OS HSM Contemporary)


Tiefe blau-graue Farben am Himmel
Tiefe blau-graue Farben am Himmel

 

Ich begegne nur wenigen Menschen. Diese führen gerade ihre Hunde aus. 

Ich habe kein bestimmtes Ziel und so wandere ich umher und schaue mich nach geeigneten Motiven um. Die Winterlandschaft ist wunderschön und so genieße ich den Aufenthalt in der freien Natur. Ab und an ist der Spiegelschlag der Kamera zu hören, wenn ich ein Foto aufnehme. Ich bin mit dem Schneegestöber, mit der Landschaft und mit der Kamera allein.... Ich schlage Wege ein, die kein menschliches Wesen vorher an diesem Tag gegangen ist, denn die Schneedecke ist meist unberührt....nur hier und dort sieht man Spuren, die die hier lebenden Tiere wie Rehe oder Füchse hinterlassen haben. In diesem weiß-grauen Ambiente sorgen auf Büschen zurückgebliebene Beeren oder die verdorrten Blätter der Buchen und Eichen für rote bzw. rostbraune Farbtupfer.

Momente wie diese sind unbezahlbar. Was für ein Glück, dass man diese Augenblicke mit Bildern einfrieren kann.....

 

Die Wiederkehr des winterlichen Antlitzes:

 

Als ich meinen Heimweg antrete, blicke ich nochmals auf den landwirtschaftlichen Weg zurück und mache eine letzte Aufnahme. Ein letzter Spiegelschlag meiner Spiegelreflexkamera ertönt, bis ich sie wieder in den Fotorucksack packe und nach Hause gehe....

 

Eine letzte Aufnahme an dem Tag, als der Schnee zurückkehrte...
Eine letzte Aufnahme an dem Tag, als der Schnee zurückkehrte...

 

Gefiltert & Schwarz-Weiß: