Wintermorgen - Teil 1

Der Schnee verschwindet allmählich, aber die Kälte kommt wieder
Der Schnee verschwindet allmählich, aber die Kälte kommt wieder

Nach Kälte und Schnee stiegen für eine kurze Zeit die Temperaturen und es begann zu regnen. Der weiße Zauber hat sich nicht vollends verabschiedet: Das Land trägt noch ein dünnes weißes Kleid bestehend aus vereistem Schnee. Zwischenzeitlich hat die Kälte wieder die Oberhand gewonnen.

Als ich an einem Morgen kurz vor Sonnenaufgang mit der Kamera unterwegs bin, scheint es zunächst ein sonniger Tag zu werden. Minütlich ändert sich jedoch das Wetter. Hohe Wolken erfüllen allmählich den himmlischen Raum. Nebel macht sich im Tal der Brigach breit. An manchen Stellen ist er recht dicht und verleiht der Umgebung etwas Unheimliches, etwas Mystisches. Die außerordentliche Kälte, die Anfang des Monats herrschte, hat den Boden hart werden lassen. Obwohl diese kurz ins Hintertreffen geriet, hat diese Zeit nicht gereicht, um das festgefrorene Erdreich wieder aufzuweichen. Dies mache ich mir zunutze: Ich laufe durch Feld und Flur und komme nah an die Ufer der Brigach und ihrer hiesigen Zuflüsse und Wassergräben heran. 

 

(INFO: Alle Fotos wurden mit einer Nikon D3100 aufgenommen und lassen sich durch Anklicken vergrößern. Folgendes Objektiv wurde genutzt: Nikon DX AF-S NIKKOR 35 mm; 1:1,8 G)


Nebel macht sich breit
Nebel macht sich breit

 

Wenn der Untergrund unter meinen Füßen vereist ist, genieße ich die Möglichkeit, über die Felder gehen zu können. Ich bin mit meinen Gedanken und meiner Kamera in der Winterlandschaft allein. Ich muss nicht auf Fußgänger oder Radfahrer achten. In Ruhe kann ich mich umschauen, die Momente genießen und aufnehmen. Beim Drücken des Auslösers wird die Zeit in Form eines Bildes für einen Augenblick festgehalten: "Where time stands still for a moment"....

Kurz vor Sonnenaufgang verfärben sich Teile des Himmels in orangeroten Tönen. Leider schafft es der wärmende Stern nur für einen winzigen Moment sein Gesicht zu zeigen.

Hier lugt die Sonne kurz hervor
Hier lugt die Sonne kurz hervor

 

Mein Weg führt weiter an den Ufern der hiesigen Gewässer entlang. Kleine Bäche und Wassergräben nähren mit ihrem Wasser die Brigach, die unbeachtet der äußeren Einflüsse ihren Lauf nimmt. An manchen Stellen, wo das Wasser nicht über die ausreichende Fließgeschwindigkeit verfügt, ist es zu Eis gefroren. Die Ufer werden vorwiegend von Weiden und Rot-Erlen gesäumt. Abgeknickte Äste und umgefallene Stämme geben diesen Arealen etwas Wildes und Uriges. Die Natur hat viel Fantasie und überrascht immer wieder mit ihrer Vielfältigkeit. Das leise Säuseln der Gewässer ist ein Lebenszeichen. Leben, das im Winter stehen geblieben zu sein scheint. Dem ist jedoch nicht so. Es macht lediglich eine Pause, um dann in der wärmeren Jahreszeit sich voll zu entfalten. Auch wenn der Mensch eines Tages diesen Planeten nicht mehr bevölkern wird, wird das Leben weiter gehen und Neues entstehen lassen. Es ist kaum vorstellbar, aber unser Dasein entspricht nur einem kleinen Wimpernschlag auf der geologischen Uhr. Viele Wesen kamen und gingen. Wer sagt denn, dass der Mensch ewig bestehen wird....................?

 

Bilder eines Wintermorgens:

(Hinweis: Auf Bildunterschriften wurde verzichtet.)

 


 

Gefiltert & Schwarz-Weiß:

 


 

Hier geht es zu: