Eine Kaltfront hat das Land erreicht. Bei -10°C sind die Nächte bitter kalt. Tagsüber erreichen die maximalen Werte -2°C. Ich bewege mich am Rande eines dichten Fichtenwaldes. Die Sonne scheint von einem tiefblauen Himmel herab, vermag aber nicht das dichte Nadelgeäst zu durchdringen. Tritt man in den schattigen Wald hinein, so fallen die Temperaturen sogar auf -4°C. Auf freier Fläche wärmen die Strahlen ein wenig die Luft.
Der Boden ist tief gefroren. Leichter Schnee, der vor ein paar Tagen noch gefallen ist, knirscht unter meinen Füßen. Es ist das einzige Geräusch, das zu vernehmen ist. Der Mond ist bereits am Firmament zu sehen. Manchmal weht ein leichter Wind aus östlicher Richtung. Eisige Kälte umklammert meine Hände während des Fotografierens. Die hohen gerade gewachsenen Fichten wiegen sich ganz leicht mit dem Wind. Mancher Nadelbaum hat schon ganz andere Zeiten erlebt. Wurzeln ragen aus dem Boden. Einige Bäume fielen Stürmen zum Opfer.
Wassergräben durchziehen wie Adern die Flächen. Die oberen Schichten der kleinen Gewässer sind derzeit gefroren. Darunter fließt weiterhin ihr Wasser.
Ich durchstreife eine ganze Weile die Landschaft, bis die Kälte es doch schafft, ganz von mir Besitz zu ergreifen. Noch ein letztes Foto und dann wird es Zeit zu gehen....
Kälte in Schwarz-Weiß:
(INFO: Alle aufgeführten Fotos wurden mit einer Olympus FE-100 aufgenommen.)










