Der Nebel will einfach nicht weichen. Was will man machen? Man muss es nehmen, wie es kommt.
Aber zunächst ein kleiner Exkurs:
Vor einiger Zeit ergab sich beim Lesen einer Internetanzeige, dass ich auf eine analoge Kamera aufmerksam wurde. Eine Dame bot eine Minolta Dynax 800si mit dazugehörigem Objektiv an. Die Kamera stammt aus einer Haushaltsauflösung. Da sie nicht wusste, ob diese funktioniert, hatte sie sie zu einem sehr attraktiven Preis angeboten. Auf den Bildern sah die Minolta recht gut und gepflegt aus. Auch der Griff, der normalerweise die Achillesferse solcher Kameras darstellt und die Gummierung gerne dazu neigt, sich vom Griff zu lösen, schien völlig in Ordnung zu sein. Ich meldete mich und erwarb die Kamera.
Gespannt wartete ich auf das Paket und als es schließlich da war, konnte ich es kaum erwarten dieses auszupacken. Ich konnte es kaum fassen, die Kamera war in einem tadellosen Zustand und sah besser aus als auf den Fotos in der Anzeige. Das hat man selten. Dies galt ebenfalls für das Objektiv, ein Minolta AF Zoom 24-85 mm; 1:3,5(22)-4,5. Jetzt musste ich nur noch prüfen, ob alles funktionierte. Also holte ich schnell meinen 2CR5-Akku aus der Schublade und schob ihn ins Batteriefach hinein. Ich schaltete die Kamera ein. Ich vernahm ein leises anfängliches Summen des Motors .... Das hörte sich gut an. Ich überprüfte sämtliche Funktionen und es lief alles perfekt. Ich habe Glück gehabt... manchmal muss man ein kleines Risiko eingehen, um an solche Schätze heranzukommen, ohne zu tief ins Portemonnaie greifen zu müssen. Nach der ersten Sichtung habe ich die Kamera ein wenig vom Staub befreit und sauber gemacht und schon konnte das nächste analoge Abenteuer nach Einlegen eines 35mm Films starten.
An diesem nebligen Morgen habe ich die Minolta in meinen Fotorucksack gepackt und so kann unser erster fotografischer Ausflug beginnen.
Zum Nebel gesellen sich Feuchtigkeit und Kälte. Nicht gerade die angenehmsten klimatischen Voraussetzungen, um eine Fototour zu unternehmen. Der weiße feuchte Hauch ist teilweise so dicht, dass man die umliegende Landschaft nicht erkennen kann. Da die Bäume zu dieser Jahreszeit ihr Blattkleid gänzlich verloren haben, erscheinen sie wie schwarze Geister in der nebligen Umgebung. Es ist gespenstisch. Als ich an der Brigach entlang gehe, höre ich die Strömung des Wassers. Einige Enten schwimmen auf dem kalten Gewässer. Manche lassen sich spielerisch mit der Strömung treiben, manche paddeln stromaufwärts. Es macht Spaß ihnen zuzusehen.
Auf der gegenüberliegenden Seite des Tals müsste jetzt eigentlich die Sonne aufgehen, aber sie schafft es nicht, sich durchzusetzen. Zu dicht ist die neblige Wand. Seit einigen Tagen sieht man nichts anderes als Nebel. Dadurch verbleibt der Tag recht grau und dunkel. Der weiße Schleier fühlt sich schwer an. Der Geruch des Nebels hängt in der Luft. Ich halte mich einige Zeit draußen auf. Kälte und Feuchtigkeit zwingen mich jedoch, mich bald auf die Heimreise zu begeben. Ich mache einen kleinen Umweg über die Hügel, die das Brigachtal umgeben. Mit einem vollen Film kehre ich nach Hause zurück und bin gespannt, wie die Fotos nach der Entwicklung geworden sind....
Wenn der Nebel sich auf das Land legt:
(Info: Alle Fotos lassen sich durch Anklicken vergrößern. Auf Bildunterschriften wurde verzichtet.
Folgender 35mm Schwarz-Weiß-Film wurde verwendet: AGFAPHOTO APX 400)














