Wir leben in einer dualen Welt: Sonne und Regen, Licht und Schatten, Wärme und Kälte etc...
Wärme und Kälte sind vor allem im Herbst und im Frühjahr nah beieinander.
So ist es in den letzten Tagen des Novembers geschehen: Zweistellige Temperaturwerte sorgten zunächst für sehr angenehme Nachmittage. In dieser Zeit konnte man bei einem Spaziergang die herbstlichen Farben bewundern und genießen, seinen Gedanken in der Sonne nachgehen und die Seele ein wenig baumeln lassen. Doch dann brach recht schnell eine Kaltfront herein und mit ihr kam der erste Schnee und die Temperaturen fielen teilweise nachts bis unter -10°C.
In der Zeit der "Gegensätze" war ich mit der Kamera unterwegs und habe diese bildlich festgehalten.
(INFO: Alle Aufnahmen können durch Anklicken vergrößert werden. Sie wurden mit einer Canon EOS M50 aufgenommen. Folgendes Objektiv wurde genutzt:
CANON Zoom EF 35-105 mm; 1:3,5-4,5
Nicht alle Bilder wurden mit Bildunterschriften versehen.)
Schöne Herbstnachmittage:
Nachmittags nehme ich meinen Fotorucksack und gehe auf Motivsuche. Die Temperaturen sind angenehm. Nur ein leichter Wind weht. Die Sonne versteckt sich gelegentlich hinter Schleierwolken. Dadurch entstehen verhaltene Herbstfarben, die die für die Jahreszeit besondere Atmosphäre einer gewissen Stille und Ruhe unterstreichen. Schafft es unser wärmender Stern doch seine Strahlen in seiner vollen Intensität zur Erde zu senden, so erscheinen die noch an den Bäumen verbliebenen Blätter in wundervollen gold-braunen, gelben und rötlichen Tönen. In kleinen Arealen, die einzeln und verstreut in der Landschaft liegen und die in privater Hand sind, verbirgt sich manches schöne Fotoobjekt, wie beispielsweise ein vergessener alter Schuppen oder ein wunderschöner Teich. Beeren, bunte Blätter, die im Irgendwo gelandet sind, Gräser und verwunschene Pfade vervollständigen das Bild der 3. Jahreszeit. Es lohnt nach jedem Foto, sich einen Augenblick des Innehaltens zu gönnen. Wenn man bewusst diese Momente erlebt, so wird man spüren, wie einen eine gewisse wohltuende Ruhe umgibt. Stille und Ruhe sind die Elemente, die jedem nicht nur neue Kraft geben, sondern auch jedem die Gelegenheit bieten, in sich zu horchen und der Sprache seiner Seele zu lauschen....
Gefiltert und Schwarz-Weiss:
Der Kälteeinbruch:
Die recht angenehmen herbstlichen Temperaturen währten nicht lange. Eine Kaltfront erfasste das Land. Nachts fiel der erste Schnee und tagsüber kam die Sonne hervor und dort, wo ihre Strahlen das Land erreichten, schmolz die weiße Pracht schnell dahin. Nur an den schattigen Stellen ließen sich Schnee und Frost nicht verdrängen. Innerhalb weniger Tage fielen die Temperaturen und unterschritten deutlich die 0°C - Marke.
An einem Morgen bei noch "warmen" -3°C entschließe ich mich, auf Fototour zu gehen. Der Himmel ist rötlich gefärbt... Bald wird die Sonne aufgehen.
Ich möchte die Kälte mit meiner Kamera bildlich einfrieren. Nur so lassen sich die ewigen nie aufhörenden Augenblicke festhalten. Dazu ist die Fotografie schließlich da. Fotografien sind Zeitzeugen auf Papier oder, wenn man es nach heutiger Zeit betrachtet, Zeitzeugen auf digitalem Untergrund. Egal, wie und aus welcher zeitlichen Perspektive man es sehen will, die Bilder halten einen Moment der Vergangenheit fest und geben die Möglichkeit, diese Zeit nicht in die "Jagdgründe" der Vergessenheit abzulegen.
In der Ferne beobachte ich einen Fuchs, der auf den Feldern auf Nahrungssuche ist. Er streift auf der freien Fläche umher. Obwohl ich mich von ihm sehr weit entfernt aufhalte, scheint er mich bemerkt zu haben. Sein Gang verrät dies, denn er läuft nun sehr zielstrebig Richtung Wald. Trotz der großen Distanz nehme ich ein Foto von ihm auf. Der Himmel verfärbt sich langsam: Der rote Ton, der am Anfang meiner Tour noch recht dominant war, verblasst langsam. Die Hoffnung, einen schönen Sonnenaufgang zu erleben, muss ich wohl aufgeben, denn mit und mit kommt Nebel auf. Die Kälte kriecht in jede Ritze der Kleidung hinein. Meine Finger werden durch die eisige Temperatur etwas steif. Ich möchte noch ein wenig verweilen und mache mich Richtung Wald auf. Die Bäume sind von eisigem Schnee ummantelt. Dieser klebt förmlich an den Baumstämmen und Ästen und will nicht von ihnen weichen. Der Stand des Feuerballs ist zu dieser Jahreszeit nicht hoch genug, so dass es Bereiche gibt, die über Tag nur im Schatten stehen und von den wärmenden Strahlen völlig unberührt bleiben. Hier hat die Kälte ein leichtes Spiel.
Der Boden ist gefroren und hart. Im Wald herrscht bereits eine winterliche Atmosphäre. Ich mache einige Bilder und befinde mich auf einer Anhöhe, wo ich einen schönen Blick auf die Landschaft habe. Nun wird es für mich langsam Zeit, die Heimreise anzutreten. Das Stehen beim Fotografieren lässt die Kälte deutlich spüren.
Die Aufenthalte in der Natur sind für mich immer wieder ein Segen. Durch die Entspannung kommen mir immer wieder neue Ideen für meine nächsten Fotowalks und Blog-Berichte in den Sinn.
Zufriedenheit und Freude kommen in mir auf. Was will man mehr?....
Augenblicke der Kälte:
Gefiltert & Schwarz-Weiss:


























































































