Zwei Mönche auf Wanderschaft - Eine Geschichte zum Nachdenken

Lebenswege sind gespickt von Entscheidungen. Schwierigere oder schwere Entscheidungen zu treffen bedeutet auch gleichzeitig, etwas Wichtiges oder  gar Wertvolles loszulassen.
Lebenswege sind gespickt von Entscheidungen. Schwierigere oder schwere Entscheidungen zu treffen bedeutet auch gleichzeitig, etwas Wichtiges oder gar Wertvolles loszulassen.

 

Eine kleine Zen-Geschichte zweier Mönche auf ihrer Wanderschaft....

 

Die Zen-Geschichte „Zwei Mönche“

 

Zwei Mönche waren auf Wanderschaft. Eines Tages kamen sie an einen Fluss.

Dort stand eine junge Frau in wunderschönen Kleidern.

Offenbar wollte sie ans andere Ufer, doch da das Wasser sehr tief war, konnte sie den Fluss nicht durchqueren, ohne dass ihre Kleider nass werden würden.

Ohne zu zögern ging einer der Mönche auf die Frau zu, hob sie auf die Schultern und watete mit ihr durch das Wasser. Auf der anderen Flussseite setzte er sie trocken ab. Nachdem der andere Mönch auch durch den Fluss gewatet war, setzten die beiden ihre Wanderung fort.

Nach etwa einer Stunde fing der eine Mönch an, den anderen zu kritisieren: „Du weißt schon, dass das, was du getan hast, nicht richtig war? Du weißt, wir dürfen keine Frauen berühren und auch sonst keinen nahen Kontakt mit ihnen haben. Wie konntest du nur gegen diese Regel verstoßen?“

Der Mönch, der die Frau durch den Fluss getragen hatte, hörte sich die Vorwürfe des anderen ruhig an. Dann antwortete er: „Ich habe die Frau vor einer Stunde am Fluss abgesetzt – Du aber trägst sie noch immer mit Dir herum.“

 

(eine Buddhistische Anekdote)