Fotos

 

"Der September ist der Mai des Herbstes."

(Deutsches Sprichwort)                                      

 


Durchblick
Durchblick

Fototour 37:

 

Der heutige Tag ist zweigeteilt. Morgens erinnert die Region an eine riesige große Waschküche. Es ist regnerisch und grau. Die Wolken hängen tief und lassen einen Blick in die Ferne nicht zu. Nachmittags genau das Gegenteil: Die Sonne strahlt von einem herrlich blauen Himmel hinunter. Das Land erwacht in neuem Glanz. Die Luft ist sauber und klar. Nix wie raus, denke ich, und begebe mich mit meiner Kamera zu den "Dead Trees". In der Nähe ist Holz geschlagen worden. Nur noch einzelne Bäume stehen dort und gleichen dünnen Zahnstochern mit grünem Blattwuchs, die gen Himmel ragen. Ich schaue mich dort um. Frischer angenehmer Mulchgeruch dringt in meine Nase. Auch wenn im Auge des Betrachters dieses Gebiet durch die gerade vollzogene Baumfällung kahl und wüst aussieht, wird die Natur hier in Kürze neues Leben erschaffen.

Die zurzeit kreuz und quer liegengebliebenen Äste werden in Zukunft als Unterholz dienen. Schon jetzt werden sie von kleinen Vögeln wie dem Zaunkönig als neu erworbenes Revier genutzt. Nichts ist umsont, nicht einmal der Tod...

 

Im Gebiet der "Dead Trees":

(Info: Alle Fotos können durch Anklicken vergrößert werden)

 


Willkommen im Wald
Willkommen im Wald

Fototour 36:

(mit der Alpha 300)

 

Beim Betreten eines Waldes wird ein Mensch in eine Zauberwelt verführt. Der Wald lässt sich mit einem großen alten Gutshaus mit vielen Gängen und Türen vergleichen: Jede Tür, die geöffnet wird, birgt neue und spannende Wunder.

 

So ergeht es mir am heutigen Tag, als ich auf einem Feldweg direkt in der Nähe eines Waldstücks einen Einblick in eine seiner "Kammern" durch eine schmale Öffnung eines Busches erhalte. Zunächst zögere ich ein wenig, bis ich mich nahezu eingeladen fühle, diesen Wald zu besuchen. Respektvoll und ehrfürchtig zugleich stehe ich nun mitten in ihm und befinde mich in einer faszinierenden Naturwelt. Es ist, als ob ich durch ein Wurmloch in einen anderen Raum katapultiert worden wäre. Hier spielt Zeit keine Rolle, hier bin ich, hier will ich einfach nur sein …

 

(Info: Alle Bilder lassen sich durch Anklicken vergrößern)

Schnappschuss an einem Feldrand: Eine Ricke mit ihrem Nachwuchs
Schnappschuss an einem Feldrand: Eine Ricke mit ihrem Nachwuchs

 

 

DAS EINTAUCHEN IN EINE ZAUBERHAFTE WELT

  • Faszination Wald:

 

  • Ein Blick hinauf:

 

  • Der Boden:

Herbsttöne
Herbsttöne

 

 

Fototour 35:

(mit der Alpha 300)

 

Das Wetter ändert sich. Die Temperaturen sind zwar noch recht angenehm warm, jedoch kommt Westwind auf, der Regen im Gepäck hat. Die Feuchtigkeit ist schon am Himmel zu sehen: Wolken verschiedener Farbtöne von Weiß bis Dunkelgrau zieren das Firmament und treiben ein buntes Spiel mit der Sonne. Bei der Nachmittagsrunde mit meinem Hund gehe ich zum zweiten Mal mit meiner Alpha 300 im NSG „Hohbruch“ und seiner näheren Umgebung auf Motivsuche. Diesmal habe ich ein älteres Reiseteleobjektiv von TAMRON (28-200 mm) dabei, mit dem ich heute meine Aufnahmen machen werde.

 

(Info: Alle Fotos lassen sich durch Anklicken vergößern)

 

 

 

Der alte Baumpilz
Der alte Baumpilz

Hölzerne Faszination :

 

 

Bei meiner weiteren Tour blicke ich hin und wieder in eine flache offene Landschaft. Prachtvoll liegt sie vor mir unter dem wolkenreichen Himmel.

 

Landschaften:

 

Die Bäume und ihre hölzernen Lebensadern faszinieren mich immer wieder. Die Äste und die Blätter wiegen sich leicht im Wind. Hier und da stehen mittendrin tote Bäume. Sie fallen auf mit ihrem nackten Gerippe, ist es doch noch recht grün um sie herum. Ihr totes Dasein ist wichtig, denn es liefert neuen Lebensraum für diverse Tier- und Pflanzenarten. Bei näherer Betrachtung des Waldbodens fallen mir besonders die Farne auf, eine Pflanzenart, die es seit Urzeiten gibt. Eine kleine Fantasie-Zeitreise findet in meinem Kopf statt und lässt mich meine gegenwärtige Zeit für einen Moment vergessen.

 

Urpflanzen: Die Farne
Urpflanzen: Die Farne

 

Totes Dasein :


 

Das Fotografieren ist am hiesigen Tag nicht ganz so einfach: Zum einen verändern sich von Augenblick zu Augenblick die Lichtverhältnisse, zum anderen sorgt der Wind dafür, dass manches Motiv nicht so still vor der Linse steht, wie man/frau es sich wünscht. So beispielsweise, als ich an einer verblühten Blumenweide vorbeikomme. Nur noch vereinzelt sehe ich blühende Wilde Malven. Die Stängel und Blätter der restlichen Blumen sorgen für eine schöne Farbenpracht, vor allem dann, wenn die Sonne zum Vorschein kommt und das Feld zum Strahlen bringt. Wie erwähnt, ist es augenblicklich nicht leicht, dieses natürliche Schauspiel aufzunehmen, ist es doch der Wind, der immer wieder die Blumen zum Tanzen bringt. Das Feld ist von einem kleinen Waldareal, einem nicht abgeernteten und einem abgeernteten Maisfeld umrahmt. Der Blick auf das direkt angrenzende Waldstück versetzt einen in eine Scheinwelt, in eine vermeintlich vergessene einsame Gegend.

 

Feld & Co.:

 

 

 

Mein Hund hat es sich mittlerweile bequem gemacht. Er sitzt auf dem Feldweg und schaut auf das abgeerntete Maisfeld und genießt die Aussicht, während ich in aller Ruhe meine Fotos schieße.

 

 

 

Schöne Aussichten:


 

Eine friedvolle Stimmung liegt in der Luft. Kein Geräusch ist zu hören, bis auf das Rauschen der Blätter.

Dass der Herbst begonnen hat, zeigen die bereits abgefallen Kronenmitglieder auf dem Boden. Sie bilden kleine bunte Flickenteppiche. Ein zartes Knistern ist zu vernehmen, wenn man/frau diese durchschreitet.

 

Blättermix:

 

Ich freue mich auf diese Jahreszeit: Sie ist bunt und erinnert gleichzeitig, dass die Natur allmählich in die wohlverdiente Pause geht, bevor sie im nächsten Jahr zum Frühling hin neues Leben zum Vorschein bringt. Ein seit Millionen von Jahren immer wiederkehrender Kreislauf, an dem ich erst seit kurzem -nach geologischem Standpunkt- teilhaben darf.....

 

Ein liegen gebliebenes kleines Aststück: Ein "Fossil" längst vergangener Tage
Ein liegen gebliebenes kleines Aststück: Ein "Fossil" längst vergangener Tage

Urigkeit
Urigkeit

Fototour 34:

(mit der Alpha 300)

 

Ich bin heute mit einem von mir sehr geschätzten Fotokollegen auf Tour. Wir sind in der Umgebung des NSG „Hohbruch“ und des NSG „Eiländchen“ sowie im niederländischen Grenzgebiet unterwegs. Zum ersten Mal habe ich die Sony Alpha 300 mit, eine -für die heutige schnelllebige Zeit- fast museumsreife Kamera. Und in der Tat: Ich merke deutlich die Unterschiede zwischen meiner Alpha 68 und der Alpha 300. Im Sucher der alten Sony kann ich zwar meine Motive aussuchen, scharf stellen und fotografieren, jedoch das Zusammenspiel beispielsweise zwischen unterschiedlichen Weißabgleichen lässt sich hier nicht darstellen. Dazu muss ich extra ins Display schauen, um genau beobachten zu können, wie sich der Hell-und Dunkelbereich verändert - nicht wie bei den heutigen Kameras (ohne Spiegelreflex), wo alles im Sucher sofort ersichtlich ist. Der Mensch ist ein sehr bequemes Gewohnheitstier, denke ich, als ich dies feststelle; und mir wird klar, dass ich mir mit der 300er mehr Zeit und Muße für die Fotos lassen muss. Eigentlich gar nicht so schlecht, hat dies etwas sichtlich Entschleunigendes. Ich muss regelrecht umdenken, macht aber nix ... ich habe ja Zeit. Die Fotos, die ich schieße, kann ich nur im Display begutachten, eine zusätzliche Umgewöhnung... Bei hellen Lichtverhältnissen ist es teilweise nicht möglich, die Ergebnisse sofort zu sichten. Auch hier gibt die Kamera mir vor, nicht so voreilig zu handeln. Gut so! Denn häufig werden Bilder schnell im Sucher betrachtet und gegebenenfalls bei Nichtgefallen gelöscht. Manchmal gehen dabei gute Fotos verloren. Wieder eine kleine Lehreinheit der alten Alpha, sich damit Zeit zu lassen und sich erst bei genauererBetrachtung am Computer zu entscheiden, welches Bild gelöscht werden kann und welches nicht.

(Info: Fast alle Bilder lassen sich per Anklicken vergrößern)

 

Ein fast ausgetrockneter Teich ... der übriggebliebene Wasserbereich sorgt für interessante Spiegelungen
Ein fast ausgetrockneter Teich ... der übriggebliebene Wasserbereich sorgt für interessante Spiegelungen

 

Wir schauen uns im Wald um und entdecken unzählige Motive, die uns Mutter Natur schenkt. Es ist unglaublich, aus welch schier unendlichem Reichtum wir schöpfen können. Der Herbst lässt die Dinge in einem besonderen Licht erscheinen. Der wärmende Stern am Himmel sorgt im Wald für besonders spannende und interessante Licht- und Schattenspiele.

 

Motivvielfalt:

Offene Landschaft
Offene Landschaft

 

 

Nach einer Wanderung durch eine offene Landschaft im Nachbarland erreichen wir ein Waldareal in der Umgebung des NSG „Eiländchen“. Vieles ist hier sich selbst überlassen, nur dort, wo Bäume eine Gefahr für die Menschen darstellen können, wird eingegriffen. Ein leichtes Urwaldfeeling kommt auf.

Meine Augen wollen gar nicht mehr von diesem natürlichen Reichtum weichen, merke ich, dass es mit mir innerlich etwas Besonderes macht. Und  dieses Gefühl kann annähernd so beschrieben werden:

Meine Seele ist erfüllt. In der Natur liegt ein wahrer Zauber, der mich immer wieder aufs Neue in seinen herrlichen Bann zieht...

 

 

 

 

 

 

Wunderschöne Momente:

 

 

Zum Nachdenken gedacht .... :

 


Fototour 33:

Kiefern im Sonnenlicht
Kiefern im Sonnenlicht

 

Ich bin mit meinem Fahrrad in Grenznähe in den Niederlanden unterwegs. Ich besuche die hiesigen Kiefernwälder.

Es handelt sich um Waldkiefern, die sehr stressresistent und in ihrer Standortwahl genügsam und recht anspruchslos sind. Man/frau findet sie in den unterschiedlichsten Regionen Mitteleuropas: Auf extrem sauren und feuchten Moorböden, auf sandig-trockenem Grund, in heißen sowie in frostig kalten Klimazonen. Hier in unserer Grenzregion wachsen sie auf sandigem Untergrund. Kiefern sind durch ihre speziellen drehflügligen Samen meisterlich in ihrer Verbreitung. Die kleinen leichten Samenkörper rotieren während des Fluges, wodurch sie mehrere Kilometer weit fliegen können.

Da die Oberfläche der Kiefernnadeln sehr dicht ist, wird eine übermäßige Wasserverdunstung verhindert und führt somit zu einer optimalen Anpassung bei Trockenheit.

(Info: Alle Bilder lassen sich per Anklicken vergrößern)

 


 

Trotz dieser tollen Eigenschaften kommt die Kiefer nicht sehr häufig vor, denn dieser hübsche Nadelbaum braucht in der Keimungs- und Jugendphase besonders viel Licht. Dies ist eine entscheidende Schwachstelle der Kiefer, die zu einer gewissen Konkurrenzschwäche gegenüber anderen Baumarten führt. Im Schatten anderer Bäume hat die Kiefer keine Überlebenschancen. Zudem benötigt sie zur Keimung meist offene und freie Bodenstellen. Streu- oder Humusschichten aber verhindern eine aussichtsreiche Ansiedlung. So verwundert es nicht, dass Kiefern sich an konkurrenzarmen Standorten ansiedeln. Oft treten sie nach Stürmen oder Bränden in Erscheinung. Die Kieferkeimlinge wachsen relativ schnell und können so kurzzeitig an den neu geschaffenen Standorten dominieren.

Ungeachtet der oben erwähnten Schwachpunkte spielen Kiefern eine wichtige Rolle für den Artenschutz und die Biodiversität. Aufgrund der lichten Kronen dringt viel Licht bis ins Unterholz vor und schafft optimale Wachstumsbedingungen für eine Vielzahl anderer Pflanzen.

 

Herrliche Farnpflanzen
Herrliche Farnpflanzen

 

Große Farne bedecken den Boden der hier vorkommenden Kiefernwaldareale. Meist handelt es sich hierbei um den Adlerfarn, der in solchen Wäldern geradezu vegetationsbestimmend auftreten kann: Bis zu drei Meter hoch sind manchmal seine Dickichte. Damit übertrifft er alle anderen heimischen Farne. Er braucht drei Jahre, bis er voll ausgebildete Blätter entwickelt.  Jedes Jahr wird nur ein einziges neues Blatt angelegt.

Es sind tolle und reizvolle Lebewesen. Die feine Gliederung ihrer Wedel, ihre zarten Blätter und ihr ebenmäßiges Wachstum faszinieren mich immer wieder aufs Neue. Farnpflanzen gab es bereits lange vor den Blüten- oder Samenpflanzen: Vor mehr als 300 Millionen Jahren im Karbon bildeten sie mächtige hochstämmige Wälder. Ihre Reste sind uns als Steinkohle erhalten geblieben. Häufig findet man in den Steinkohleflözen fossile Teile der damals lebenden Farn-, Bärlapp- und Schachtelhalmpflanzen.

 

 

Sobald ich Farne sehe, fühle ich mich in eine längst vergangene Zeit versetzt, in eine Zeit,  wo der Mensch noch gar keine Rolle spielte...

 


In benachbarten Waldgebieten auf Tour
In benachbarten Waldgebieten auf Tour

 

 

Fototour 32:

 

An diversen Tagen bin ich früh am Morgen -mal per pedes, mal per Fahrrad- in den benachbarten Waldgebieten unterwegs. Mitten im lichtdurchfluteten Grün sehe ich mich nach interessanten Motiven um. In einem der von mir besuchten Waldareale sind Fällungen vollzogen worden. Es sieht teilweise recht wüst aus... Aber ich weiß, dass  es nicht lange dauern wird, bis die Natur hier neuartiges Leben schaffen wird. Dort, wo Tothölzer stehen oder liegen gelassen wurden, ist mehr Vita vorhanden, als wir vermuten würden...

 

 

 

 

 

 

 

"Mitten in den lichtdurchfluteten Wäldern":

(Die meisten Bilder lassen sich durch Anklicken vergrößern)

 


Ausblicke
Ausblicke

 

 

Fototour 31:

 

 

 

So wie Wald-, Feld- und Wiesenabschnitte das Gesicht einer Landschaft prägen, so verändern Wolken das Aussehen des Himmels. Beide Komponenten zusammen formen im Auge des Betrachters ein Bild, das auf ihn in unterschiedlicher Weise wirken kann: Manchen bringt es ein Lächeln hervor, manchen vielfältige Gefühle. Mit meiner Kamera halte ich immer nur einen gewissen Moment dieser Naturkompositionen fest. Auch wenn es für uns Menschen nicht so erscheint, ist kein Augenblick so wie der andere und wenn es nur ist, dass die Lage einer Wolke durch den Wind leicht verändert wurde oder ein Blatt eines Baums seinen geliebten Platz verliert und zu Boden fällt... so könnte man/frau endlos weitere Beispiele aufzählen, denn das Leben ist immer im stetigen Wandel und hält nie still.

 

Ich schieße eine Anzahl von Fotos. Sie gleichen unterschiedlichen Puzzleteilen. Würde man/frau genügend davon herstellen, so ließe sich das Bild eines ganzen Tages zusammenpuzzlen...

 

„Puzzleteile eines Tages“:

(Alle Fotos lassen sich durch Anklicken vergrößern)

 

 

Überraschende Begegnung:

 

Ich entdecke eine kleine Wiesenhüpfmaus. Was macht sie hier? Eigentlich kommt sie in Kananda und im Norden und Nordosten der Vereinigten Staaten vor...

Sie ist ein nachtaktives Nagetier, das aber auch in Wäldern am Tage anzutreffen ist.  Als ich sie beobachte, schläft sie tief und fest.

 


Unterwegs in der Natur
Unterwegs in der Natur
Auf Fototour
Auf Fototour

"Wer sich für die Natur keine Zeit nimmt, wird sie auch nie richtig verstehen lernen."

(Homepageherausgeberin, *1966)

 

"Naturaufnahmen mit Sprüchen & kleinen Texten": Bilder werden  mit Sprüchen, Zitaten oder kleineren Texten kombiniert. Die hier gezeigten Bilder sind in meiner Heimat tief im Westen Deutschlands entstanden. Mein Hauptaugenmerk liegt auf der Naturfotografie. Es soll zum Nachdenken, "In-sich-"Ruhen und Genießen der herrlichen Landschaft dienen. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen und Schauen...

 

(Info: Alle Bilder lassen sich per Anklicken vergrößern)

 

Fotografieren im Westen-meine Fotowelt