Fotos

 

"Im Herbst steht in den Gärten die Stille, für die wir keine Zeit haben."

(von Victor Auburtin, deutscher Journalist und Schriftsteller, 1870-1928)               

 


Der Beginn eines herrlichen Herbsttages
Der Beginn eines herrlichen Herbsttages

Fototour 67:

 

Kein Tag beginnt wie jeder andere. Die Sonnenaufgänge zeichnen immer wieder andere Himmelsbilder. Ob es ein makelloser Himmel ist oder, wie am hiesigen Tag, rot angeleuchtete Wolken, der Blick nach oben bleibt täglich spannend...

(Info: Alle Bilder lassen sich durch Anklicken vergrößern)

 

Die Farben des Herbstes
Die Farben des Herbstes

Für die Jahreszeit ist es außergewöhnlich warm. Am Tage erwärmt die Sonne die Luft und beschenkt die Region mit Temperaturen oberhalb der 20 ° C -Marke. Der Herbst, der die Natur normalerweise auf die Stille des herannahenden Winters vorbereiten soll, entpuppt sich als zweiter Frühling. Unter den Vögeln macht sich eine freudige Quirligkeit breit. Munter fliegen sie von Ast zu Ast und genießen diesen Augenblick, ohne einen Gedanken an die anstrengende Aufzucht ihrer Jungen verschwenden zu müssen. Freiheit, Du kannst kommen! Die Arbeit ist getan!

Libellen, die man/frau nicht allzu häufig in der herbstlichen Zeit in großer Anzahl antrifft, belehren uns eines Besseren: Zahlreich ist ihr Auftritt. Sie zeigen uns immer wieder aufs Neue, was für tolle Flugkünstler sie sind. An den Spitzen kleiner Äste machen sie hier und da einmal eine Pause und laden ihre Körper mit Sonnenenergie auf, um später mit geladenem Akku auf Insektenfang fliegen zu gehen...

Mancherorts im nahegelegenen Naturschutzgebiet lagern Pappelhölzer und "warten" auf Ihren Einsatz, um den Menschen die Wärme im Winter am Kaminfeuer in den Häusern zu schenken. Ich bin von ihrer Struktur fasziniert und so bietet sich mir in jenem Augenblick die Gelegenheit, diese  "Holzfriedhöfe" im Bild festzuhalten...

Trotzdem! Es ist Herbst: Die Bäume machen es uns unmissverständlich klar. Bunt verfärben sich ihre Kronen und der Wind bringt immer mehr Blätter zu Fall. Die Pfade, die wir begehen, verwandeln sich mehr und mehr in farbenfroh knisternde Untergründe.

 


Mitten drin... "Der Stammplatz"
Mitten drin... "Der Stammplatz"
Pilzplätze... geschützt im Stamm
Pilzplätze... geschützt im Stamm

Fototour 66:

 

Pilze: Von ihrer Existenz nehmen wir augenscheinlich nur ihre Fruchtkörper wahr, die sich ihren Weg von den Tiefen der Erde auf die Oberfläche bahnen. Vielfältig sind ihre Arten und ihr Aussehen. Manche beglücken uns sogar als Köstlichkeit auf dem Teller.

Pilze leben tief im Inneren des Bodens. Viele Meter breiten sie sich aus. Ihre Verästelungen gleichen denen der Wurzeln der Bäume. Und in der Tat: Pilz und Baum haben einen Weg in der Natur gefunden, sich gegenseitig zu unterstützen. Sie sind zu einer echten Lebensgemeinschaft geworden. Wie ein Spinnennetz ummanteln die Pilze die feinsten Wurzeln der Bäume.

Während Bäume durch die Photosynthese wertvollen Zucker an die Pilze abgeben, geben sie im Gegenzug lebenswichtigen Phosphor und Stickstoff ab. Zudem schützen Pilze durch ihre Filterfunktion den Baum vor Schadstoffen, wie beispielsweise vor Schwermetallen. Pilze haben noch einen weiteren Vorteil für die Bäume: Sie sind wesentlich stressresistenter. Dadurch sinkt nicht nur die Frostanfälligkeit des Baumes deutlich, sondern auch seine Abwehrkräfte gegen krankmachende Bodenorganismen werden erhöht. Das Pflanzenwachstum wird angeregt. Wie man/frau sieht, ist die Welt der Pilze eine sehr spannende...

 

"Der Pilz, ein toller Freund des Baumes":

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Nebliges Land
Nebliges Land

 

Fototour 65:

 

Neblig beginnt der Tag. Teile der Landschaft erscheinen wie ein gut behütetes Geheimnis, was entdeckt werden will. Nur mit dem Voranschreiten des Tages wird dieses Geheimnis gelüftet. Je älter der Tag, desto mehr werden die Konturen der hiesigen Natur wieder frei sichtbar werden. Der Grauschleier wird weichen und den Farben des Herbstes Platz machen.

Früh am Morgen auf den Feldern des Selfkants unterwegs, umarmt von der nebligen Luft, versuche ich den Auftritt des Schleiers fotografisch fetzuhalten...

 

 "Wenn der Nebel kommt":

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Mit Hund & Kamera auf Fotojagd
Mit Hund & Kamera auf Fotojagd

Fototour 64:

 

Nachdem der Oktober recht stürmisch und ungemütlich begann, hat sich die Wetterlage beruhigt. Eine milde Herbstsonne versorgt die Natur mit wärmenden Strahlen. Singvögel zwitschern munter in den noch dicht beblätterten Kronen und machen sich einen Spaß daraus, umherlaufende Fotografen zur Verzweiflung zu bringen: Nur schwer lassen sie sich entdecken und wenn, dann sind sie so schnell, dass man/frau kaum die Möglichkeit bekommt, sie richtig in ein Bild zu fassen. Gut, dass man/frau Augen und Ohren hat, um diesen hübschen Wesen zu begegnen.

Die wohlige Luft ist von umherfliegenden Insekten erfüllt. Zu schön ist es, in der Sonne zu tanzen, so lange die Temperaturen es zulassen. Spinnweben umhüllen die Luft und suchen gierig nach der nächsten Haftmöglichkeit.

Eine Vielzahl von Heidelibellen schwirrt vor mir her. Auf den Spitzen der Heidezäune oder der Stacheldrähte wärmen sie sich für kurze Zeit auf und lassen sich in dieser stillen Position für einen Augenblick fotografieren. Die tiefstehende Sonne verspricht spannende Licht- und Schattenspiele. Bunte Baumkronen prägen immer mehr die Herbstlandschaft und bescheren der Region ein farbig geflecktes Gewand. Bald sind die Wege von Blättern bedeckt, die getrocknet für ein raschelndes und wohlklingendes Geräusch unter den Fußsohlen sorgen....

Auch Gestalten der Schattenwelt, wie Nachtfalter, lassen sich auf einen Ausflug ins Grüne bei Tag ein. Große Kletten haften hier und da an meiner Kleidung, in der Hoffnung, eine kleine Reise an einen anderen Ort machen zu können. Für ein Tier der Nachtwelt ist leider eine dieser Kletten zum Verhängnis geworden: Eine Fledermaus hat sich darin verfangen und machte dort ihren letzten Flug...

Die Fruchtkörper der Pilze lugen hervor. Sie verraten uns, dass sie existieren, denn sie leben in den tiefen Bodenschichten des Waldes und gehen mit vielen Bäumen eine wichtige Symbiose ein. Pilze nehmen sich auch ihrer im Tode an und veranlassen, dass das Totholz eines Tages zu lebenswichtigem Humus wird. Apropos Totholz: Es ist wichtig, denn es beherbergt bis zu seinem Abbau unzählige kleine und größere Lebewesen.

Flechten haften an manchen Stämmen oder Pflöcken. Gut so: Denn sie sind die Indikatoren, dass die Luft reiner Qualität ist. Fanfarenflechten kann man/frau hier bewundern und sich ihrer gar nicht satt sehen.

Spannend ist es, was die Natur bei genauerem Augenschein alles preis gibt. Sie ist wie ein offen daliegendes Buch, das gelesen werden kann, wenn man nur will und sich die Zeit dafür nimmt...

 

"Herbstzeiten"

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"Wer sich für die Natur keine Zeit nimmt, wird sie auch nie richtig verstehen lernen."

(Homepageherausgeberin, *1966)

 

Auf meinem Blog wird in regelmäßigen Abständen ein Bild präsentiert und mit Sprüchen, Wissenswertem oder Geschichten dokumentiert. Die hier gezeigten Bilder sind in meiner Heimat tief im Westen Deutschlands entstanden. Mein Hauptaugenmerk liegt auf der Naturfotografie. Der Blog soll zum Nachdenken, "In-sich-"Ruhen und Genießen der herrlichen Landschaft dienen. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen und Schauen...

 

(Info: Alle Bilder lassen sich beim Weiterlesen der Artikel per Anklicken vergrößern.)

 

Fotografieren im Westen-meine Fotowelt