Fotos

 

"Nie in die ferne Zeit verliere dich! Den Augenblick ergreife! Der ist dein."

(von Friedrich Schiller, deutscher Dramatiker & Lyriker, 1759-1805)   

       


Wintereinbruch
Wintereinbruch

 

 

 

Fototour 3:

 

Ein Miniwinter hat die Region eingeholt. Dichter Nebel umhüllt das hiesige Gebiet. Tiefe Temperaturen lassen den Nebel gefrieren und als sich dieser lichtet, blickt man auf eine „pudergezuckerte“ Naturlandschaft.

 

Ich bin in der Nähe des Rodebachs mit meiner Kamera auf Tour. Eine Feuchtwiese, die einer kleineren Seenplatte gleicht, beherbergt einige Graugänse, die zurzeit auf einer Halbinsel eine Rast einlegen. Eine Nilgans hat sich ihrer Gruppe angeschlossen. Auch ein Stockentenpaar hat sich hier niedergelassen und schwimmt im benachbarten eiskalten Wasser seine Runden. Bäume, Gräser, Schilfrohr und verdorrte Blüten diverser Wildblumen sind von weißem Eis - je nach ihrer Lage - teilweise oder ganz ummantelt.

 

Winterzauber:

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Ein Tümpel umringt von Schilfrohr gleicht einem Spiegel in der Landschaft.

Eine eisige faszinierende Schönheit hat dieser kleine Wintereinbruch hervorgebracht...

 

Der Tümpel in winterlichem Look

 

Spiegelungen:



Fototour 2:

 

Mächtige Wolken ziehen über das Land
Mächtige Wolken ziehen über das Land

 

Dem nassen Grau folgten ein paar lichtere Tage mit viel Wind und frühlingshaften Temperaturen. Sie erhellten die Region. Der rege Luftausgleich verrät, dass bald kühleres Wetter folgen muss.

Und in der Tat: Die Kälte zeigt sich bereits am Himmel am hiesigen Tag. Mächtige Wolken türmen sich dort oben auf und verstecken ab und an die Sonne. Dabei entstehen spannende Licht- und Schattenspiele, die die Landschaft in verschiedene Farbtöne tunken. Das Bild ein und des selben Landstrichs verändert sich stetig dabei. Ich bin mit meiner Kamera unterwegs. Es ist aufregend, diesem Naturschauspiel zuzuschauen.... ehrfürchtig geht immer wieder mein Blick gen Himmel, wo die riesigen weißgrauen Wolken ihren Tanz mit dem Wind vollziehen.

 

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Land & Wolken:

Die Feuchtigkeit klebt an meinen Wanderschuhen. Nass sind die Wege und Wiesen im NSG „Hohbruch“ und seiner Umgebung. Erste Wasserpflanzen besiedeln die gut gefüllten Wassergräben. Ein Baumstumpf fällt mir auf. Ich versuche seine Altersnarben und -furchen fotografisch festzuhalten. Ein kleiner Fruchtkörper eines Pilzes lugt am Fußende dieses Stumpfes hervor und trägt zu etwas Buntem und Erhellendem auf dunkelbraunem Grund bei. Überhaupt: Bei genauerer Betrachtung stößt man/frau immer wieder auf kleine Farbtupfer, die totes abgesägtes oder abgeknicktes Holz hervorbringt. Diese Farbkleckse sind Schmetterlingstrameten (wissenschaftl. Name: Trametes versicolor), die hier ihren Dienst tun und für raschen Holzabbau sorgen.

 

Schmetterlingstrameten:

 

Bäume und Wolken bieten ein schönes und erhabenes Bild. Aus dem Wald blicke ich auf weites Land.

 


Weites Land
Weites Land

 

Ich komme an einem nicht abgeernteten Maisfeld vorbei. Dieses bildet ein Grenzstück zu einem bewaldeten Gebiet, wo totes und lebendes Gehölz Nachbarn sind. Tote Äste im Wald gleichen hervorkommenden Geisterarmen. Hier und da hält ein buntes Brombeerblatt an seinem Strauch fest und will noch nicht gehen....

 

 

Als die Sonne ein wenig mehr Raum erhält, erhellt sich das Gebiet. Weidenäste glühen teilweise in prächtigem Orange. Verschieden farbige Abstufungen zwischen Feld und Wald werden deutlich sichtbar. Bevor ich meine Tour weiter fortsetze, bleibe ich eine Zeit lang in der stillen Landschaft stehen und lausche dem leichten Kühle bringenden Wind. In der Ferne höre ich, wie Äste aneinander reiben und quietschende Geräusche entstehen lassen. Wer sich Zeit nimmt, kann die Natur sprechen hören.

 

Wenn das Licht die Landschaft in verschiedene Farben taucht:

 

Die Unten-Oben-Perspektive:

 

 

Zum Ende meiner Wanderung steht die Sonne schon tief am Firmament. Ihre Strahlen reichen jedoch bis zu den Büscheln des Schilfs heran und wandeln diese in Hunderte natürliche Lichter um.....

 

 

Weitere Eindrücke der Fototour an diesem herrlichen Tag:

 


Das NSG "Hohbruch"
Das NSG "Hohbruch"
Das NSG "Eiländchen"
Das NSG "Eiländchen"

Fototour 1:

 

Tiefdruckgebiete zogen über unsere Breiten und schickten Tausende und Abertausende ihrer „Tropfen-Boten“ in unsere Region, um dort den Boden, die Bäche, die Wassergräben und die Teiche zu füllen. Feuchtwiesen haben sich in flache Wasserlandschaften umgewandelt und ziehen diverse Zug- und Wasservögel an.

Nachdem der viele Regen eine kleine Pause einzulegen scheint, mache ich mich zu einem Rundgang mit meiner Kamera auf, durchstreife das NSG „Hohbruch“, gehe von dort aus ins nahegelegene niederländische Grenzgebiet, um dann einen Bogen zu schlagen, der mich über das NSG „Eiländchen“ wieder in deutsche Gefilde führt.

Am frühen Morgen scheint noch die Sonne. Hier taucht sie die winterlich graue Landschaft in ein leichtes Orange ein. Aufziehende hohe Wolken bedecken im Verlaufe meiner Wanderung den Himmel und erschweren die Arbeit der Strahlen unseres Sonnensterns.

 

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Der Erlenbruch im NSG "Hohbruch":

 Der im NSG „Hohbruch“ gelegene Erlenbruch zeigt, wie die Natur sich wirklich darstellt, nämlich als ein faszinierendes unaufgeräumtes Dasein. Hier herrscht nicht die Perfektion, wie wir Menschen uns diese vorstellen, hier lässt man/frau das Leben walten. Gut so, denn alles, was herumliegt, egal ob tot oder lebendig, hat seinen Sinn und erfüllt perfekt seine Aufgaben.

Die Nässe bildet im Wald an manchen Stellen kleine Seen und Bäche, die wie Adern die Landschaft durchziehen. Ihr Wasser mündet in Wassergräben; optimale Lebensbedingungen für Fauna und Flora. Offene Flächen werden meist von Schilfgräsern bedeckt, auch entlang der Gräben sind sie aufzufinden. Zaunkönige fliegen bevorzugt im natürlichen Wirrwarr der Schilfstängel und finden hier Schutz. Man/frau kann sie dort kaum sehen, nur hin und wieder erblickt man/frau sie, wenn sie ihr sicheres Versteck für einen Augenblick verlassen, um ihre Position zu wechseln. Das erste Spechthämmern ist zu vernehmen. Weit oben, nah den Dachkronen kann ich manchen Buntspecht erkennen. Tothölzer, die es hier reichlich gibt, sind mit runden Nisteingängen des geschickten„Baumarchitekten“ verziert. Das ist die Welt des „Mr. Specht“.

 

Kleine Bäche durchfließen den Bruch
Kleine Bäche durchfließen den Bruch
Kleine Seen mitten im Bruchgebiet
Kleine Seen mitten im Bruchgebiet
Wilde Schilfflächen
Wilde Schilfflächen

Eine Naturlandschaft zwischen Licht & Schatten
Eine Naturlandschaft zwischen Licht & Schatten

 

Eine der Feuchtwiesen, die von Wasser getränkt ist, wobei ein Teil ihrer Oberfläche einem grauen Spiegel gleicht, wird von Reihern, Nilgänsen und zurzeit von einem Höckerschwanpaar und ihrem Teenagernachkömmling gerne in Anspruch genommen. Ein Silberreiher dreht seine Runden. Sein weißes Gefieder wird durch die Sonne in ein leicht orange farbiges Federkleid gewandelt. Kaum hat er die kleine Wasserlandschaft unten entdeckt, macht er sich bereit zur Landung. Hier wartet nahrhaftes Futter auf ihn.

 

Das nackte Geäst der Bäume gleicht Geisterarmen. Die Wipfel der Weiden geben der Natur etwas Buntes. Gelborange erhellen sie die winterliche Kleidung im Strahlen der Sonne. An Tothölzern wachsen und sterben Baumpilze. Diverse Moosarten ummanteln die Baumstämme und verpassen ihnen einen kräftigen grünen Look. Das Nass sorgt für ihr prächtiges Gedeihen. Für den Wasserhaushalt in schwierigen Zeiten ist gesorgt...

 

Weiter auf meiner Runde habe ich längst die unsichtbare Grenze zwischen den Ländern (D/NL) passiert. Eine offene Landschaft tut sich mir auf. Ein Graureiher beobachtet mich und hat mich fest im Blick.

Voll im Blick
Voll im Blick
Ein Baum auf weiter Flur
Ein Baum auf weiter Flur

Landschaftseindrücke:

Von verschiedenen Wassergräben getränkt schlängelt sich ein kleiner Bach durch die Landschaft. Das Licht wandelt ihn in eine goldene Lebensader, ein wunderschöner Anblick der Stille und des Friedens... Hier verweile ich für eine gewisse Zeit.

 

Der goldene Bach
Der goldene Bach

 

Nach dieser kleinen Pause geht es Richtung NSG „Eiländchen“. Eine Gruppe von Silberreihern hat sich dort eingefunden und watet durch das nasse Grün. Auch hier haben sich die Wiesen an manchen Stellen in Seenlandschaften gewandelt und spiegeln ihre Umgebung. Plötzlich höre ich über mir lautes Geschnatter: Es sind Wildgänse, die in ihrer typischen V-Formation die Lüfte durchfliegen. Bald werden wir viele ihrer Art sichten, wenn sie eine Pause bei uns in der Region einlegen, bevor sie weiter zu ihren Brutplätzen ziehen. Ich freue mich schon darauf!

 

Das fliegende "V"
Das fliegende "V"

 

Wieder im NSG „Hohbruch“ angekommen, beende ich meine hiesige Runde und mache noch ein paar letzte Fotos an diesem Tag. Man/frau muss nicht weit gehen oder fahren, um Schönes zu erleben...

 


Unterwegs in der Natur
Unterwegs in der Natur
Auf Fototour
Auf Fototour

"Wer sich für die Natur keine Zeit nimmt, wird sie auch nie richtig verstehen lernen."

(Homepageherausgeberin, *1966)

 

"Naturaufnahmen mit Sprüchen & kleinen Texten": Bilder werden  mit Sprüchen, Zitaten oder kleineren Texten kombiniert. Die hier gezeigten Bilder sind in meiner Heimat tief im Westen Deutschlands entstanden. Mein Hauptaugenmerk liegt auf der Naturfotografie. Es soll zum Nachdenken, "In-sich-"Ruhen und Genießen der herrlichen Landschaft dienen. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen und Schauen...

 

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Fotografieren im Westen-meine Fotowelt