Fotos

 

"Das am meisten kraftspendende Geräusch ist die Stille."

                                                                                                                                                                                                    (von der Homepageherausgeberin, *1966)                                                    


Im Schneeglöckchengebiet
Im Schneeglöckchengebiet

Fototour 16:

(mit der Pentax K-r)

 

Ich kehre mit Hund und Kamera an den letzten Ort des Geschehens (s. Fototour 15) zurück. Bei herrlichem Wetter und Temperaturen um die 20 °C

möchte ich noch einige zusätzliche Fotos im Schneeglöckchenareal aufnehmen. Auch mein Hund ist mit Freude dabei...

 

(Info: Alle Bilder lassen sich per Anklicken vergrößern)

 

Meine treue Tierfreundin hat Spaß & zeigt sich sehr interessiert
Meine treue Tierfreundin hat Spaß & zeigt sich sehr interessiert

Zwischen Ästen & Stämmen:


 

Erlebnis "Schneeglöckchenparadies":

 

 

Ich habe den Besuch im "Schneeglöckchenparadies" sehr genossen und nun geht es weiter den Saeffelbach entlang. Er bildet einen natürlichen limes (lat. Grenze) zu einem angrenzenden Waldstück. Sein Bett verläuft hier kerzengerade. Man merkt, dass der Mensch Hand angelegt hat. In einem bestimmten Bereich auf der anderen Seite des Ufers hat man plötzlich den Eindruck, sich in einem Urwald zu befinden. Riesige Bambuspflanzen säumen den Gewässerlauf. Dort hat wohl mal in der Vergangenheit ein Mensch unbedacht gehandelt und etwas hineingebracht, was dort eigentlich nicht hineingehört. Trotzdem, um etwas Positives dazu beizutragen, muss ich anmerken, dass das Ganze etwas sehr Urwüchsiges aufkommen lässt und dass man sich für einen Moment lang in eine andere Welt versetzt fühlt.

 

"Urwaldfeeling " am Saeffelbach:

 

Als ich von der Tour nach Hause zurückkomme, weiss ich, dass das noch nicht der Abschluss meines Fototages ist.

 

Ich habe mir heute noch vorgenommen, den Mond zu fotografieren. Seine volle Größe erreicht er zwar erst in ein paar Tagen, aber -da die Wettervorhersagen für die nächste Zeit nicht unbedingt sternenklare Nächte versprechen- möchte ich den hiesigen Abend dazu nutzen, unseren Trabanten abzulichten.

Als ich gegen 21.oo Uhr die Haustüre öffne, zeigt sich mir ein vom Universum herablächelnder Mond. Just in diesem Augenblick beobachte ich gleichzeitig eine Sternschnuppe. Hier ist gerade ein Meteor auf die Erde niedergegangen. So, jetzt aber sich noch schnell etwas wünschen.... Ein solches Phänomen sieht man ja schließlich nicht alle Nächte im Februar. Nach diesem tollen Ereignis und Erlebnis baue ich meine Kamera mit Stativ auf, um schlussendlich meine Aufnahmen vom Mond zu machen.

 

Was für ein Abschluss: Ein toll leuchtender Trabant und eine Sternschnuppe! Schöner kann doch gar kein Tag enden, oder....?

 

Der Blick ins Universum:

(mir der Panasonic Lumix DMC-FZ150)

 


Fototour 15:

(mit der Pentax K-r)

 

Das Reich der Schneeglöckchen
Das Reich der Schneeglöckchen
Der Saeffelbach von Erlen umgeben
Der Saeffelbach von Erlen umgeben

 

 

 

Es ist mild draußen. Ich bin mit meiner vierbeinigen Freundin unterwegs und habe meine Kamera dabei. In der Nähe des Saeffelbaches, dessen Ufer in diesem Bereich von Erlen umgeben ist, gibt es ein sich selbst überlassenes kleines Waldstück. Es besteht aus älteren Pappeln. Zwischen Blättern, Brombeersträuchern, herabgefallenen Ästen und abgeknickten Bäumen wachsen hier zurzeit viele Schneeglöckchen. Durch ihre Blüten bilden sie unterschiedlich große weiße Flächen, die auf dem braunen Waldboden weißen Flickenteppichen ähneln.

Es handelt sich hier wiederum um eines der kleinen schönen Wunder der Natur. Wir brauchen es nur zu sehen und zu bestaunen...

 

(Info: Alle Fotos lassen sich durch Anklicken vergrößern)

 


 

 

Der Schneeglöckchenzauber

im kleinen Pappelwald am Saeffelbach:

 


Der Saeffelbach
Der Saeffelbach

 

 

 

Fototour 14:

(mit der Pentax K-r)

 

Meine hiesige Tour führt entlang eines kleinen Bachabschnitts des Saeffelbachs (siehe Karte). Während meiner Wanderung besuche ich zudem die benachbarten Weide-/Wiesenflächen sowie den angrenzenden Waldbereich.

 

(Info: Alle Bilder lassen sich per Anklicken vergrößern)

 

 

 

 

 

 

 

 

Karte aus Google Maps abfotografiert & bearbeitet:

 

 

 

**********

 

Wissenswertes zum Saeffelbach:

 

Der Saeffeler Bach, auch Saeffelbach, ist ein rechtes Nebengewässer des zum Flusssystem der Maas zählenden Rodebaches. Der Bach durchfließt den Kreis Heinsberg (NRW).

 

Der Saeffeler Bach fließt in Ost-West-Richtung und hat sein Bachbett, ebenso wie der Rodebach, in einer Terrassenebene der Geilenkirchener Lehmplatte, die nach Norden leicht abfällt. Der Bachbeginn ist an der Kläranlage in Birgden. Der weitere Verlauf führt vorbei an Schierwaldenrath, Langbroich und Harzelt, entlang an Brüxgen, Breberen und Broichhoven. Dann verläuft der Bach vorbei an den zur Gemeinde Selfkant gehörenden Orten Heilder, Stein, Lind, Havert bis nach Isenbruch. In Havert ist eine Pegelmessstelle installiert. Kurz vor der Isenbrucher Mühle mündet der Saeffeler Bach rechtsseitig in den Rodebach. Das Einzugsgebiet des Saeffeler Bachs beträgt 47,479 km² bei einer Länge von 12,747 km.

 

Seit 1989 sind insgesamt vier Flächen entlang des Saeffeler Bachs als Naturschutzgebiet Hoengener und Saeffeler Bruch (HS-011) ausgewiesen. Das Gebiet ist gekennzeichnet durch feuchte Bruchwälder mit Erlen, Weiden und Pappeln und weist ein ausgeprägtes Vogel- und Amphibienvorkommen auf. Im Zentrum der Naturschutzarbeit stehen die Bemühungen, die seltenen Feuchtlebensräume dauerhaft zu erhalten. Die Gesamtfläche der Schutzzonen beträgt 65,82 ha.

 

Geschichtliches:

 

Der Saeffeler Bach ist ein seit Jahrhunderten bestehender Bachlauf, dessen Quelle sich im Ursprung in Langbroich an der heutigen Quellstrasse findet. Zusammen mit dem Rodebach bilden beide die Lebensadern des Selfkant, der vom Saeffeler Bach auch seinen Namen hat. Die Besiedlung des Bachtals ist durch Bodenfunde, Reihengräber und der Holzpfostenkirche in Breberen zum 8./9. Jahrhundert archäologisch nachgewiesen. So geht man davon aus, dass die ersten Siedlungen aus der fränkischen Zeit stammen.

(Quelle: Wikipedia)

 

**********

 

Nachdem wir in der letzten Woche noch eisige Temperaturen in der Region hatten und uns nach Langem das Gefühl eines Winters vermittelt wurde, kommen nun geradezu Frühlingsgefühle auf. Zweistellige Gradzahlen im Plusbereich herrschen vor und ein Mix von Sonne und Wolken gibt uns einen kleinen Vorgeschmack auf die bald anstehende wärmere Jahreszeit. Ich bin mit meiner Kamera unterwegs und möchte diesen lichten von Kopfweiden gesäumten Uferbereich des Saeffelbaches festhalten. Noch stehen die knorrigen Bäume mit nackten Kronen da. Es wird nicht mehr lange dauern, bis ihre Blätter sprießen und den Bachlauf in einen zartgrünen Rahmen eingrenzen werden. Und dann verändert sich wiederum das Naturbild. Es erscheint, je nach Jahreszeit, immer in anderen Farben. Dies gilt auch für den angrenzenden Waldabschnitt. Und wieder wird mir beim Fotografieren klar, dass Fotos nur einen kleinen Ausschnitt eines ewigen Kreislaufes festhalten und Zeitzeugen eines bestimmten Augenblicks darstellen.

Passend zu diesen unterschiedlichen Naturzeitintervallen fällt mir ein Spruch eines unbekannten Autors ein:

 

„Man braucht keine Lieblingsjahreszeit. Es genügt, sich an den Unterschieden zwischen den Jahreszeiten zu erfreuen.“

 

 

Der Saeffelbach & die Wiesenflächen:

 

 

 

Das angrenzende Waldgebiet:


Wieder auf Fototour unterwegs
Wieder auf Fototour unterwegs

 

Fototour 13:

(mit der Sony RX10 MI)

 

Das nächste Fototourabenteuer steht an. Sämtliche Coronaregeln einhaltend geht es zum Naturschutzgebiet „Eiländchen“ und dem direkt anschließenden Naturgebiet „Haeselaarsbroek“ auf niederländischer Seite.

 

Das NSG „Eiländchen“ liegt nördlich von Schalbruch (Selfkant) und ist ca. 50 ha groß. Dreiviertel der Fläche besteht aus sehr feuchten Wiesen. Gräben, die diese Region durchziehen, sind mit Ried und Schilf bewachsen. Die übrigen 25% des NSGs bestehen aus einer nassen Ödfläche und einem kleineren Mischwaldgebiet.

 

 

Noch vor ca. 10000 Jahren war diese Region ein Teil der stark mäandrierenden Maas. Als nun der Flussarm vom Hauptstrom abgeschnitten wurde, verlandete das Gewässer zusehends, ein Prozess der mehrere Tausend Jahre in Anspruch nahm. Es entstand eine Moor- und Sumpflandschaft. Auf deutscher Seite befindet sich das Eiländchen und auf der niederländischen Seite das „Haeselaarsbroek“. Beide Gebiete gehen ineinander nahtlos über, da sie die gleiche Entstehungsgeschichte aufweisen.

(Quelle: Martin Gellissen „Die Vögel des Kreises Heinsberg“)

 

(Info: Alle Fotos lassen sich per Anklicken vergrößern)

 

Weites eisiges Land
Weites eisiges Land

 

Es ist schön und bitter kalt. Früh morgens herrschen noch -4 °C. Dick eingepackt machen mein Fotokollege und ich uns auf den Weg. Mit einigen Ersatzakkus für unsere Kameras ausgestattet trotzen wir der Kälte. Und in der Tat: Zwischendurch mussten die Energiespender gewechselt werden, damit die Fotoapparate weiter ihren Dienst verrichten konnten.

Eine herrlich offene Landschaft bietet uns einen weiten Ausblick. Die hiesigen Gräben sind zurzeit überwiegend mit gefrorenem Wasser gefüllt. Das gibt uns die Möglichkeit, sie leicht zu überwinden, um in ein nächstes Landschaftsareal zu gelangen. Hier in der Nähe gibt es einen größeren Teich. Diesen besuchen wir. Auch dieser ist zugefroren. Die eisigen Ränder geben uns die Gelegenheit, ihn von der Nähe zu betrachten und zu fotografieren, denn hohe im Nass stehende Schilfwände säumen normalerweise das Ufer des Biotops und verhindern ein näheres Betreten dieser Wasserlandschaft und einen freien Blick auf das Gewässer. Gut so, denn somit ist gewährleistet, dass Wasservögel und andere Tierarten hier ungestört leben können.

 

Weites Land, vereiste Wasserwege & eine herrliche Teichlandschaft:

 

Wir verweilen dort nicht lange und überqueren den „Toten Wald“, um ins benachbarte Naturgebiet „Haeselaarsbroek“ zu gelangen. Hier hat man viel Gehölz geschlagen, um sicherzustellen, dass die Flächen dort nicht verwalden. Zudem befinden sich hier Wildpferde, die die Graslandschaft kurz halten. Sie dienen als natürliche Rasenmäher. Man hat weiterhin kleine Senken ausgehoben, damit sich dort Biotope bilden. Der hier selten gewordene Laubfrosch ist zurückgekehrt. Ein großer Erfolg und ein großer Gewinn für die Natur. In der wärmeren Jahreszeit kann man diverse Libellenarten bei genügend hohem Wasserstand beobachten.

Nach den vielen Regenfällen der letzten Monate haben sich die Feuchtwiesen mit den Tümpeln zu einer großen Wasserfläche verbunden.

Die zurzeit herrschenden frostigen Temperaturen haben diese in ein weitläufiges Eisgebiet verwandelt. Und so befinden wir uns teilweise über einem gefrorenen spiegeligen Terrain.

In unmittelbarer Nähe können wir einige wenige Wildpferde beobachten. Sie lassen sich nicht stören. Von uns völlig unbeeindruckt grasen sie zufrieden weiter.

Es ist still hier. Nur die Laute hier verbliebener Singvögel sind zu vernehmen.

Wir schauen, wir fotografieren, wir genießen die herrliche Natur.

 

Der "Tote Wald" & das Naturgebiet "Haeselaarsbroek":

 

 

Es wird langsam Zeit zurückzukehren. Mit einer SD-Karte voller Bilder geht es nach Hause.

Und wieder bewahrheitet sich Goethes berühmter Text: „Warum in die Ferne schweifen. Sieh das Gute liegt so nah.“ ...........

 


Die Naturfotografie - Ein wunderschönes Hobby, bei dem man noch zusätzlich viel über die Natur lernen kann
Die Naturfotografie - Ein wunderschönes Hobby, bei dem man noch zusätzlich viel über die Natur lernen kann

Fototour 12:

(mit der Sony RX10 MI)

 

Mit meinem Fotokollegen bin ich heute unterwegs. Coronakonform, also mit gebührendem Abstand und Maske, geht es auf Fototour. Das Wetter ist herrlich: Es ist bitter kalt und die Sonne strahlt von einem tief blauen Himmel hinunter. Obwohl die Lichtverhältnisse gut sind, ist das Fotografieren nicht ganz leicht. Ob Sucher oder Displays der Kameras …. alles beschlägt. Auch die Brillen wollen nicht so recht klar bleiben. Nach dem Motto: „Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn“ begeben wir uns auf Fotojagd. Der Autofokus wird`s schon richten. Mit ein wenig technischem Können und Verstand wird wohl alles gut klappen ...

 

Die Tour führt uns heute ins Naturschutzgebiet "Tüdderner Fenn". Es befindet sich im Kreis Heinsberg  in der Nähe der Ortschaft Tüddern, die der Gemeinde Selfkant angehört und erstreckt sich über eine Fläche von ca. 58 Hektar. Das Gebiet liegt östlich von Tüddern, südlich von Hoengen, westlich von Süsterseel und nördlich von Wehr. Es handelt sich um eine Versickerungsfläche des Rodebachs. Der Rodebach bildet eine natürliche Grenze im südlichen Verlauf des NSGs.

Die Fläche besteht aus einem Wald, der sich aus Laub- und Nadelbäumen zusammensetzt. Mehrere Teiche liegen in diesem Bereich. Das Gebiet ist Teil eines langen zusammenhängenden Naturschutzgebietes im Bachtal, das sich von der Brunssumer Heide bis Millen erstreckt. Von Osten schließt es an die Gangelter Heide und nach Westen an die Schwienswei bei Sittard an.

(Quelle: Wikipedia)

 

(Info: Alle Fotos lassen sich durch Anklicken vergrößern)

 

Das NSG "Tüdderner Fenn": Das Gebiet wird von vielen Wassergräben durchzogen
Das NSG "Tüdderner Fenn": Das Gebiet wird von vielen Wassergräben durchzogen
Verträumte Wasserwege
Verträumte Wasserwege

Wenn sich die Sonne auf einer kleinen Eisfläche spiegelt
Wenn sich die Sonne auf einer kleinen Eisfläche spiegelt

 

Wir besuchen zuerst einen der Teiche. Es ist in der frühen Stunde noch relativ dunkel. Unter unseren Schuhsohlen knirscht und knackt es. Es sind die Laute des Eises und des Schnees, die uns begleiten. Die Sonne lugt durch die Bäume hervor und bringt langsam Licht ins Dunkle.

 

Der Teich & eisige Flächen:

 

Der Schnappschuss
Der Schnappschuss

 

Von dort wollen wir das Gebiet des Bibers besuchen. Dabei gehen wir am Rodebach entlang. Plötzlich fliegt ein blaues „Etwas“ aus dem Gehölz. Es ist ein Eisvogel. Wir können unser Glück kaum fassen und zücken die Kameras.

Es gelingt uns zunächst wenige Aufnahmen zu machen. Der blaue Edelstein fliegt nämlich nach einer kurzen Zeit weiter. Noch den wunderschönen Vogel im Kopf erreichen wir das „Biberland“. In diesem Bereich des Rodebachs hat der zweitgrößte Nager der Erde ganze Arbeit geleistet. Bäume liegen überall herum. Ein von ihm gebauter Damm hat einen kleinen Wasserfall gebildet. Durch die eisige Kälte haben sich schöne Eisskulpturen geformt. Wenn man sich dieses Gebiet genauer anschaut, hat man förmlich das Gefühl, weit weg von Zuhause zu sein.

 

Biberland:

Biberspuren... auch dieser Baum wird fallen
Biberspuren... auch dieser Baum wird fallen

 

 

Wir kehren um, um ans andere Ufer des Rodebachs zu gelangen. Hier scheint die Sonne ungehindert aufs Land und sorgt für ein wenig Wärme. Dies hat sich der Eisvogel auch zunutze gemacht und sitzt auf einem über das Wasser ragenden Ast und genießt sichtlich die wärmenden Strahlen unseres Sonnensterns. Der fliegende blaue Edelstein beobachtet uns genau und merkt, dass von uns keine Gefahr ausgeht und macht keinerlei Anstalten wegzufliegen. Im Gegenteil: Hier ist es viel zu schön und einen solch tollen Platz an der Sonne muss man ja schließlich auskosten. Wir schießen fleißig Fotos, denn diesen Augenblick bekommt man so leicht nicht wieder geschenkt.

 

 

 

 

Der Eisvogel - Ein fliegender blauer Edelstein:

 

Wir gehen weiter und kommen an einer alten Brücke vorbei. Es ist eine alte Bahnbrücke, die ehemals zur Kreiseisenbahn Heinsberg gehörte.

 

Die alte Bahnbrücke
Die alte Bahnbrücke

Foto: Archiv KWH
Foto: Archiv KWH

Geschichtliches:

(Achtung, alte Rechtschreibweise)

 

Die heutige Strecke der Selfkantbahn ist das Reststück einer kreiseigenen Kleinbahnstrecke, der Geilenkirchener Kreisbahnen (GKB).

 

Schon 1852 erhielt Geilenkirchen seinen Bahnanschluß durch den Bau der Hauptbahn Düsseldorf - Aachen. Sieht man von dieser Nord-Süd-Verbindung und der 1890 eröffneten Nebenbahn Lindern - Heinsberg ab, blieb das Gebiet des Kreises Geilenkirchen, heute Bestandteil des Kreises Heinsberg, von der Eisenbahn unerschlossen.

 

Am 4. März 1895 faßte der Kreistag den Beschluß, eine meterspurige Kleinbahn in Ost-West-Richtung von Alsdorf über Geilenkirchen nach Wehr zu bauen. Planung und Bau übertrug man dem Stettiner Eisenbahnkonzern Lenz & Co., der auch schon die Kreisbahnen in den Kreisen Bergheim und Euskirchen erbaut hatte. Auf eigene Kosten übernahm Lenz & Co. den Weiterbau von Wehr zum Bahnhof Tüddern unmittelbar an der niederländischen Grenze. Eine projektierte Verlängerung über die Grenze hinaus nach Sittard mit Anbindung an die niederländische Staatsbahn, zuletzt im Rahmen einer "Heinsberger Kreisbahn" von Heinsberg nach Sittard, konnte nie verwirklicht werden. Die Streckenlänge betrug 38 km. Betriebsmittelpunkt war der Kreisbahnhof in Geilenkirchen, wo sich neben der Werkstatt auch die Übergabegleise zur Staatsbahn befanden. Der Endbahnhof in Alsdorf war ein Gemeinschaftsbahnhof mit der ebenfalls meterspurigen Aachener Kleinbahn, der späteren Aachener Straßenbahn. Ein Anschlußgleis führte dort in die nahegelegene Steinkohlengrube Anna II.

 

Am 7. April 1900 wurde der Bahnbetrieb feierlich eröffnet. Die Westdeutsche Eisenbahngesellschaft (WEG), eine Tochtergesellschaft von Lenz & Co., übernahm die Betriebsführung. Der Verkehr entwickelte sich gut; bald wurden von anderen WEG-Bahnen zusätzliche Wagen und die leistungsfähigen Dampflokomotiven der Bauart Mallet nach Geilenkirchen überstellt, die für die nächsten Jahrzehnte das Gesicht der GKB prägen sollten. Die Hauptaufgabe der GKB im Güterverkehr war die An- und Abfuhr von landwirtschaftlichen Produkten, da es nur wenige Industrieansiedlungen entlang der Strecke gab. Die GKB versuchte schon früh, den Betrieb zu rationalisieren: 1936 wurde ein Dieseltriebwagen für den Personenverkehr beschafft, 1938 im Güterverkehr der Rollwagenbetrieb eingeführt.

 

Im Zweiten Weltkrieg wurden Fahrzeuge und Anlagen stark beschädigt; unter anderem war in den letzten Kriegstagen im Raum Geilenkirchen die Brücke über die Wurm gesprengt worden. Unter großen Mühen kam der Betrieb wieder in Gang. 1949 wurde das Gebiet der heutigen Gemeinde Selfkant unter niederländische Verwaltung gestellt (Rückgliederung 1963) und der dort gelegene Streckenabschnitt Gangelt - Tüddern stillgelegt.

 

Foto: Archiv Selfkantbahn
Foto: Archiv Selfkantbahn
Foto: Archiv Kaiser
Foto: Archiv Kaiser

 

Trotz des Einsatzes von modernen Triebwagen auf dem verbliebenen Abschnitt ließ sich die Abwanderung der Fahrgäste auf die Straße nicht verhindern, und so wurde der Personenverkehr Geilenkirchen - Alsdorf 1953 und Geilenkirchen - Gangelt 1960 eingestellt. Die Kreisbahn konzentrierte sich zunehmend auf den Transport von Zuckerrüben und Kunstdünger. Dazu wurden von anderen stillgelegten Kleinbahnen zusätzliche Rollböcke und Rollwagen beschafft, die Dampfloks abgestellt und durch zwei Diesellokomotiven ersetzt. So überlebte die GKB die meisten Meterspurbahnen in Deutschland. Ende der sechziger Jahre war aber die baldige Stillegung des Restbetriebes abzusehen und eine aufwendige Überarbeitung der Strecke zudem nicht länger aufschiebbar. 1969 wurde nur noch der Abschnitt Geilenkirchen - Gangelt betrieben. In diesem Jahr gab es dann die ersten Bestrebungen zur Aufnahme eines Museumsbetriebes auf der Strecke der GKB. Der restliche Güterverkehr auf der Strecke nach Schierwaldenrath wurde schließlich zum 1. Juli 1971 eingestellt, lediglich im Bahnhof Geilenkirchen verblieb noch ein Rangierbetrieb mit aufgeschemelten Normalspurwagen für Kunstdünger bis Mitte 1973.

(Quelle Text & Fotos: https://www.selfkantbahn.de/selfkantbahn/die-geilenkirchener-kreisbahnen)

 

Foto Wikipedia: Der Bahnhof in Geilenkirchen im Jahre 1899
Foto Wikipedia: Der Bahnhof in Geilenkirchen im Jahre 1899

 

Unser nächstes Ziel ist das Rodebachgebiet, das zurzeit zwischen Selfkant-Wehr und Selfkant- Tüddern renaturiert wird.

 

***********

 

Zur Info ein Auszug aus dem Protokoll der 12. Sitzung (es handelt sich dabei um eine öffentliche Sitzung) des Naturschutzbeirats:

 

... Dem Kreis Heinsberg als untere Naturschutzbehörde gehören in den Gemarkungen Wehr und Tüddern bereits seit Beginn der 1990er Jahre ca. 21 ha Flächen. Vor ca. 3 Jahren hat diese Behörde im unmittelbaren Umfeld der bestehenden Flächen weitere Wiesenflächen erwerben können, die als Tauschflächen zum Eintausch weiterer Flächen unmittelbar an den Rodebach dienen sollten. Zwischenzeitlich konnten diese zum Tausch erworbenen Flächen nochmals so vertauscht werden, dass nun die Möglichkeit gegeben ist, eine Renaturierung durchzuführen. Mit den neuen ausgetauschten Flächen gibt es nun eine passende Möglichkeit, aus dem kanalisierten Rodebachbett an einer geeigneten Stelle auszuscheren und einen bestehenden Altarm des Rodebachs in die Renaturierung einzubeziehen. Darüber hinaus stellt die Gemeinde Selfkant weiter Flächen von ca. 4 ha für eine Renaturierung zur Verfügung. Damit ergibt sich die Gelegenheit, ca. 1,6 km kanalisierten Rodebach in mäandrierender Form auf rund 2,5 km über Wiesen- und Forstflächen zu renaturieren. Anders als im Gangelter Bruch ist die Wasserführung hier auch bei Dürre mit rund 200-300 Liter je Sekunde gesichert. Mit dem Aushub soll u.a. der Rodebachkanal verfüllt und später aufgeforstet werden.

 

Bei den von der Renaturierung betroffenen Flächen handelt es sich vorwiegend um Wiesenflächen, die bereits seit vielen Jahren ohne Anwendung von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln bewirtschaftet werden, sowie um Forstflächen, die ca. vor 15 Jahren zum Teil mit Erle und Kirsche sowie Hainbuche aufgeforstet wurden. Darüber hinaus sind ca. 15 jährige Pappelflächen betroffen, meist mit starkem Brombeerbewuchs, sowie noch ein Restbestand von hiebsreifen Pappeln.....

 

….. Die Planung und Ausführung der Maßnahme wird in Kooperation zwischen der unteren Naturschutzbehörde und der Wasserbehörde vorgenommen. …..

 

**********

 

Das Renaturierungsgebiet:

 

 

Es bleibt sehr spannend. Wir sind neugierig, wie das Ganze bei Abschluss der Arbeiten ausschauen wird. Es ist nicht auszuschließen und sogar sehr wahrscheinlich, dass hier weitere Tierarten ein neues Zuhause finden und sich längerfristig ansiedeln werden.

 

Die Tour neigt sich dem Ende entgegen. Sie war schön und ereignisreich. Mit neu gewonnenen Eindrücken kehren wir nach Hause zurück und freuen uns bereits auf das nächste Fotoabenteuer....

 

Die letzten Eindrücke einer schönen Tour ...:

 


Ein Winterspaziergang
Ein Winterspaziergang

 

 

Fototour 11:

(mit der Sony RX10 MI)

 

Nach ergiebigen Regenfällen und relativ milden Temperaturen ist der Winter zurückgekehrt. Zuerst kam der Eisregen, danach folgte der Schnee. Dieser hat eine „Puderzucker-Landschaft“ hinterlassen. Die Temperaturen sind deutlich gesunken und laut Wettervorhersage befinden sich diese weiterhin auf Talfahrt. Eisschrankkälte macht sich langsam in der Region breit.

Als ich heute unterwegs bin, ist die Kälte beim Fotografieren an meinen Fingern deutlich zu spüren.

 

Das Wasser auf den Feuchtwiesen breitet sich weiter aus. Große „künstliche“ Biotope sind mittlerweile entstanden. Auch die Gräben führen immer mehr Nässe und ähneln kleinen Bächen. Die Waldböden versinken im Wasser. An manchen Stellen gefriert dieses. Einige Äste und Stümpfe sind bereits vom Eis ummantelt. Tropfen auf den Bäumen sind vor Kälte erstarrt. Manche sind sogar zu Eiszapfen herangewachsen.

Eine Gruppe von Wacholderdrosseln lässt sich auf dem durchtränkten und gefrierenden Boden nieder. Sie suchen nach Nahrung. Auf einer der Feuchtwiesen läuft eine Bachstelze auf einem eisigem Spiegel. Es überrascht mich ein wenig, denn normalerweise überwintern diese Vögel bevorzugt im Mittelmeerraum.

 

Während der Tour fallen immer wieder ein paar Schneeflocken nieder. Ein leichter NO-Wind lässt die Temperatur niedriger fühlen als sie überhaupt ist. Es ist bereits lange her, seitdem wir einen Winter als Winter empfunden haben. Auch wenn die Kälte einem förmlich in die Knochen kriecht, ist es wieder schön, eine „richtige“ kalte Jahreszeit zu erleben...

 

 

 

 

Der Winter ist doch noch gekommen:

(Alle Fotos lassen sich per Anklicken vergrößern)

 


Ein buntes Treiben bei den Futterstellen im Garten (hier: Ein Sperlingsmännchen)
Ein buntes Treiben bei den Futterstellen im Garten (hier: Ein Sperlingsmännchen)

 Schauplatz "Garten":

(mit der Sony RX 10 MI)

 

Der Winter ist mit voller Wucht zurückgekehrt. Zuerst brachte er Eisregen und dann Schnee. Mit ihm sind auch die Temperaturen mächtig gesunken.

An den Futterstellen vor und hinter dem Haus, die ganzjährig zu ihrem Einsatz kommen, herrscht buntes Treiben. Buntspechte, Sperlinge, Buchfinken, Rotkehlchen, Amseln und Meisen finden hier genügend Nahrung. Vor allen Dingen jetzt in der winterlichen Kälte sind die Futterstationen sehr begehrt.

Vom Haus aus beobachte ich die Vögel und mache einige Aufnahmen....

 

(Info: Alle Bilder können per Anklicken vergrößert werden)

 

Der Buntspecht:

 

 

Die Blaumeise & der Sperling:

 

 

Das Rotkehlchen.... "Nach dem Essen sollst Du ruhn....":

 

Amseln & Finken... Auch unter dem Futterhäuschen gibt es was zu holen! ...:


Ein abnehmender Halbmond
Ein abnehmender Halbmond

 

Fototour 10:

(mit der Panasonic Lumix DMC-FZ150)

 

Ich wache früh auf. Bei einem Blick aus dem Fenster sehe ich den Mond. Kein selbstverständliches Bild, denn in den letzten Tagen hat es wieder viel geregnet. Stets war der Himmel wolkenverhangen. Also packe ich mein Stativ und meine Kamera ein und ziehe gegen 5.2o Uhr los und suche mir eine geeignete Stelle, um den Trabanten zu fotografieren. Es zeigt sich ein abnehmender Halbmond am Firmanent.

Es ist erstaunlich, was durch die Technik möglich ist: Durch einen geeigneten Telekonverter gelingt es mir, den Mond schön groß einzufangen, obwohl er 384.400 km von der Erde entfernt ist.

 

Gemäß der Kollisionstheorie der Mondentstehung ist ein hypothetischer Protoplanet namens Theia vor etwa 4,5 Mrd. Jahren mit der Erde kollidiert. Damals glich unser Planet einem Feuerball. Theia wurde bei dem Zusammenstoß völlig zerstört. Die beim Einschlag entstandenen Bruchstücke sammelten sich um eine Umlaufbahn um die Erde. Aus diesen entstand der Mond. Weitere Kollisionen mit diversen Himmelskörpern brachten ihn dann auf seine heutige Umlaufbahn. Nach zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen stellte man fest, dass der Mond sich aus dem Material des Mantels der „Urerde“ bildete. Unser Trabant hat einen Durchmesser von ca. 3500 km und ist der fünftgrößte bekannte Mond des Sonnensystems.

 

Der Mond bestimmt mit seiner anziehenden Wirkung auf die Erde die Gezeiten. Wir verdanken ihm auch unsere Jahreszeiten und die unterschiedlichen Tageszeiten. Durch seine Anziehungskraft hält er unseren Heimatplaneten relativ stabil am Himmel. Die leichte Schräglage der Erdachse ist für die Jahreszeiten verantwortlich, da die Sonne im halbjährlichen Wechsel höher über der Nord- oder Südhalbkugel steht.

 

Der Mond hat auf viele Menschen eine faszinierende Wirkung. Für mich ist es unglaublich, dass ich, wenn ich ihn anschaue, auf einen kleinen Ausschnitt unseres Universums blicken kann....

 

Der Mond - Unser Trabant:

(Alle Bilder lassen sich durch Anklicken vergrößern)

 


Unterwegs in der Natur
Unterwegs in der Natur
Auf Fototour
Auf Fototour

"Wer sich für die Natur keine Zeit nimmt, wird sie auch nie richtig verstehen lernen."

(Homepageherausgeberin, *1966)

 

"Naturaufnahmen mit Sprüchen & kleinen Texten": Bilder werden  mit Sprüchen, Zitaten oder kleineren Texten kombiniert. Die hier gezeigten Bilder sind in meiner Heimat tief im Westen Deutschlands entstanden. Mein Hauptaugenmerk liegt auf der Naturfotografie. Es soll zum Nachdenken, "In-sich-"Ruhen und Genießen der herrlichen Landschaft dienen. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen und Schauen...

 

(Info: Alle Bilder lassen sich per Anklicken vergrößern)

 

Fotografieren im Westen-meine Fotowelt