Am Rodebach

 

 

 Es ist ein herrlicher Sommertag. Endlich scheint wieder die Sonne und man hat wieder das Gefühl, sich in der "richtigen" Jahreszeit zu befinden. Der Sommer hat sich bisher nämlich sehr regnerisch und eher herbstlich gezeigt.

Früh morgens bin ich mit zwei Kameras unterwegs, mit der Pentax k10d (leihweise) und mit der Nikon Coolpix P950, um die Möglichkeit zu haben, weit entfernte Motive nah heranholen zu können.

Das Licht ist zu dieser Stunde bereits gleißend. Ich werde während meiner Aufnahmen auch mit starkem Gegenlicht rechnen müssen - also keine sehr guten Bedingungen zum Fotografieren. Trotzdem möchte ich die Gelegenheit nicht auslassen, diese Naturimpressionen bildlich einzufangen... auch wenn ich dabei riskiere, nicht optimale Fotos zu schießen.

 

Heute besuche ich den Rodebach in der Nähe der Etzenrather Mühle, einer ehemals durch Wasserkraft betriebenen Wassermühle in Gangelt. Die Niederlande ist nur einen Katzensprung von der Mühle entfernt. Hier gehen die Grenzen der beiden Länder unbemerkt ineinander über. Die Natur ist wunderschön: Feuchtgebiete, Teiche und Tümpel dienen als Lebensraum für diverse Wasservögel, Amphibien und Libellenarten.

 

 

 

 

 

 

Am Rodebach: Teiche-Tümpel-Feuchtgebiete ... Wasservögel-Paradiese

(Die Bilder wurden mit einer Pentax k10d bzw. mit einer Nikon Coolpix P950 gemacht & lassen sich per Anklicken vergrößern)

 

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Bei meiner Tour komme ich u.a. am Projektgebiet "Kasteel Etzenrade" vorbei...

 

Dieses Bild wurde von der Homepageherausgeberin von einer Infotafel abfotografiert: Etzenrade um das 13. Jh.
Dieses Bild wurde von der Homepageherausgeberin von einer Infotafel abfotografiert: Etzenrade um das 13. Jh.

 

WISSENSWERTES:

 

Bereits im 13.Jh. wurde das Schloss Etzenrade erwähnt. Über die Baugeschichte des Gebäudes ist allerdings wenig bekannt.

 

Zerstörtes Schloss Etzenrade: Historische Kanäle und Garten sichtbar und erlebbar machen

Von der Gemeinde Beekdaelen

 

Das Etzenraderhuusken, ein Nationaldenkmal, liegt im Bachtal vom Rodebach im Weiler Etzenrade im südlimburgischen Dorf Jabeek (Gemeinde Beekdaelen). Es ist ein wunderschön restaurierter Bauernhof mit einer besonderen Geschichte. Hinter dem Etzenraderhuusken sind alte Kanäle in der Landschaft sichtbar. Dies sind die Kanäle der „Zerstörten Burg Etzenrade“. Die Burg stand in einem sumpfigen Gebiet und war von Wassergräben umgeben, die von den zahlreichen Quellen in der Umgebung gespeist wurden.

2015 haben sich Privatpersonen, die Provinz Limburg, der Limburger Wasserverband, die IBA Parkstad und die Gemeinde Beekdaelen zusammengeschlossen, um die historischen Kanäle für die Öffentlichkeit wieder sichtbar und erlebbar zu machen. Die Kanäle haben u.a. eine Wasserspeicherfunktion, um Überschwemmungen zu verhindern.

Vor und während der Grabungsarbeiten, die im Juni 2019 abgeschlossen wurden, wurden umfangreiche archäologische Untersuchungen durchgeführt. Archäologische Forschungen haben viele Informationen über die Siedlungsgeschichte des Ortes geliefert. Die Archäologie spielt in diesem Projekt eine Schlüsselrolle. Die Siedlungsgeschichte des Ortes wird anhand von Fundstücken erzählt, die auf besondere Weise im 3D-Druck, in den Kanälen und im Archäologischen Garten „ausgestellt“ werden. Die Funde sind genau an dem Ort platziert, an dem sie von den Archäologen gefunden wurden.

 

Der Archäologiegarten erzählt nicht nur die Geschichte der Stätte, sondern auch den archäologischen Prozess. Die dort ausgehobenen Versuchsgräben wurden von Piet Oudolf, einem international renommierten Landschaftsarchitekten, angelegt. Jeder Graben ist auf einzigartige Weise bepflanzt (teilweise basierend auf historischer Vegetation). Die Gegenwart (notwendige physikalische Eingriffe zur Verhinderung von Überschwemmungen in Verbindung mit den Gärten von Piet Oudolf) wird mit der Vergangenheit (den historischen Kanälen und den archäologischen Funden) kombiniert.

 

Der Besucher folgt der Suche und dem Weg des Archäologen, wobei die Versuchsgräben als Grundlage für die Gestaltung dienen. Der Besucher geht buchstäblich durch die Grabungsstätte und sieht die von den Archäologen bei der Untersuchung gefundenen Gegenstände (u. a. Scherben, Münzen, Metallgegenstände).

 

Neben einer Informationsbroschüre ist seit 2020 auch ein (digitaler) Fundkatalog erhältlich. Besucher werden auf einzigartige Weise über die Bewohner dieses Ortes vom Hochmittelalter bis zur Gegenwart informiert.

(Quelle Text : https://www.grotearcheologieprijs.nl/page/1506/verwoeste-kasteel-etzenrade-zichtbaar-en-beleefbaar-maken-van-de)

 

Projekt "Kasteel Etzenrade": Die Graben- & Gartenanlage

(Die Fotos wurden mit einer Pentax k10d und mit einer Nikon Coolpix P950 aufgenommen & lassen sich durch Anklicken vergrößern)

 

 

Meine Tour endet an der Etzenrather Mühle. Ich bin um einige Fotos reicher.

Es ist ein interessanter Rundgang innerhalb zweier europäischer Länder gewesen.

 

"Wer sich für die Natur keine Zeit nimmt, wird sie auch nie richtig verstehen lernen."

(Homepageherausgeberin, *1966)

 

 


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