Das NSG "Hohbruch" & seine Umgebung nach den heftigen Regenfällen

Es ist viel Wasser heruntergekommen. So viel, dass es zu Überflutungen gekommen ist, Menschen ihr Hab und Gut und einige sogar ihr Leben verloren haben. Auch der Kreis Heinsberg blieb nicht verschont.

 

Im Selfkant haben wir sehr viel Glück gehabt. Es ist nicht zu schweren Schäden gekommen. Dem Himmel sei Dank!

 

Das Wetter hat sich zwischenzeitlich beruhigt. Mit einer Kamera bepackt mache ich mich auf den Weg ins nahegelegene Naturschutzgebiet „Hohbruch“ und erkunde das Land. Die Böden des Erlenbruchs sind durchnässt, die Wassergräben, die hier wie Adern das Gebiet durchziehen, gut gefüllt. Die umliegenden Wiesen sind mit Wasser durchtränkt. Dort, wo das Nass nicht direkt in den Boden versickern konnte, haben sich kleine Wasserlandschaften gebildet.

 

Kleine Seen:

(Alle Fotos wurden mit einer Panasonic Lumix DMC-Fz72 aufgenommen & lassen sich durch Anklicken vergrößern)

 

 

Disteln, Ackerwinde und Wilde Möhre wachsen entlang meines Weges. Sie werden von Schmetterlingen und anderen Insekten sehr gut besucht.

 

Die schöne Welt der Insekten:

 

 

 

Ich gehe weiter Richtung Niederlande. Im letzten Jahr ist hier ein Renaturierungsgebiet entstanden. Dabei ist der obere Teil des Bodens ausgehoben worden, sodass sich nach starkem oder länger anhaltendem Regen Wasser ansammeln und zu einer Seenlandschaft ausbreiten kann. Wildgänse und eine größere Gruppe von Möwen fühlen sich wohl und machen derzeit dort Pause. Ich beobachte sie eine Weile. Rechts von mir verläuft ein Wassergraben, der ebenfalls durch den starken Regen der letzten Tage viel Wasser führt. Es ist still und man kann in Ruhe den Lauten der Natur horchen.

 

 

 

 

 

 

Am Renaturierungsgebiet im Nachbarland (NL):

 

 

Weiter auf meinem Rundgang passiere ich ein Waldgebiet. Auch hier sind die Böden mit Nass durchtränkt.

 

Das Waldgebiet an der deutsch-niederländischen Grenze:

 

Nachdenklich mache ich mich auf den Weg nach Hause. Was für ein Glück, dass das Wasser in diesem Gebiet genug Platz hat, um sich auszubreiten, um sich dann langsam den Weg in die tieferen Bodenschichten zu bahnen. Wir Menschen haben der Natur viel Platz weggenommen und beanspruchen unseren Planeten bis zum Äußersten. Die Konsequenzen, die daraus erfolgen, sind unübersehbar. Es wird höchste Zeit umzudenken...

 

Hier hat das Wasser irgendwann die Möglichkeit, in Ruhe abzufließen
Hier hat das Wasser irgendwann die Möglichkeit, in Ruhe abzufließen
Die Mohnblüte, die ihre Farbe verlor
Die Mohnblüte, die ihre Farbe verlor

"Wer sich für die Natur keine Zeit nimmt, wird sie auch nie richtig verstehen lernen."

(Homepageherausgeberin, *1966)

 

 


Fotografieren im Westen-meine Fotowelt