Unterwegs in einer wunderschönen Winterlandschaft

Wieder auf Fototour unterwegs
Wieder auf Fototour unterwegs

 

 

Das nächste Fototourabenteuer steht an. Es geht es zum Naturschutzgebiet „Eiländchen“ und dem direkt anschließenden Naturgebiet „Haeselaarsbroek“ auf niederländischer Seite.

 

Das NSG „Eiländchen“ liegt nördlich von Schalbruch (Selfkant) und ist ca. 50 ha groß. Dreiviertel der Fläche besteht aus sehr feuchten Wiesen. Gräben, die diese Region durchziehen, sind mit Ried und Schilf bewachsen. Die übrigen 25% des NSGs bestehen aus einer nassen Ödfläche und einem kleineren Mischwaldgebiet.

 

 

 

Noch vor ca. 10000 Jahren war diese Region ein Teil der stark mäandrierenden Maas. Als nun der Flussarm vom Hauptstrom abgeschnitten wurde, verlandete das Gewässer zusehends, ein Prozess der mehrere Tausend Jahre in Anspruch nahm. Es entstand eine Moor- und Sumpflandschaft. Auf deutscher Seite befindet sich das Eiländchen und auf der niederländischen Seite das „Haeselaarsbroek“. Beide Gebiete gehen ineinander nahtlos über, da sie die gleiche Entstehungsgeschichte aufweisen.

(Quelle: Martin Gellissen „Die Vögel des Kreises Heinsberg“)

 

(Alle Fotos wurden mit einer Sony RX10 MI aufgenommen &  lassen sich per Anklicken vergrößern)

 

Weites eisiges Land
Weites eisiges Land

 

Es ist schön und bitter kalt. Früh morgens herrschen noch -4 °C. Dick eingepackt mache ich mich auf den Weg. Mit Ersatzakku für meine Kamera ausgestattet trotze ich der Kälte. Und in der Tat: Zwischendurch musste der Energiespender gewechselt werden, damit der Fotoapparat weiter seinen Dienst verrichten konnten.

Eine herrlich offene Landschaft bietet mir einen weiten Ausblick. Die hiesigen Gräben sind zurzeit überwiegend mit gefrorenem Wasser gefüllt. Das gibt mir die Möglichkeit, sie leicht zu überwinden, um in ein nächstes Landschaftsareal zu gelangen. Hier in der Nähe gibt es einen größeren Teich. Diesen besuche ich. Auch dieser ist zugefroren. Die eisigen Ränder geben mir die Gelegenheit, ihn von der Nähe zu betrachten und zu fotografieren, denn hohe im Nass stehende Schilfwände säumen normalerweise das Ufer des Biotops und verhindern ein näheres Betreten dieser Wasserlandschaft und einen freien Blick auf das Gewässer. Gut so, denn somit ist gewährleistet, dass Wasservögel und andere Tierarten hier ungestört leben können.

 

Weites Land, vereiste Wasserwege & eine herrliche Teichlandschaft:

 

Ich verweile dort nicht lange und überquere den „Toten Wald“, um ins benachbarte Naturgebiet „Haeselaarsbroek“ zu gelangen. Hier hat man viel Gehölz geschlagen, um sicherzustellen, dass die Flächen dort nicht verwalden. Zudem befinden sich hier Wildpferde, die die Graslandschaft kurz halten. Sie dienen als natürliche Rasenmäher. Man hat weiterhin kleine Senken ausgehoben, damit sich dort Biotope bilden. Der hier selten gewordene Laubfrosch ist zurückgekehrt. Ein großer Erfolg und ein großer Gewinn für die Natur. In der wärmeren Jahreszeit kann man diverse Libellenarten bei genügend hohem Wasserstand beobachten.

Nach den vielen Regenfällen der letzten Monate haben sich die Feuchtwiesen mit den Tümpeln zu einer großen Wasserfläche verbunden.

Die zurzeit herrschenden frostigen Temperaturen haben diese in ein weitläufiges Eisgebiet verwandelt. Und so befinde ich mich teilweise über einem gefrorenen spiegeligen Terrain.

In unmittelbarer Nähe kann ich einige wenige Wildpferde beobachten. Sie lassen sich nicht stören. Von mir völlig unbeeindruckt grasen sie zufrieden weiter.

Es ist still hier. Nur die Laute hier verbliebener Singvögel sind zu vernehmen.

Ich schauen, ich fotografiere, ich genieße die herrliche Natur.

 

Der "Tote Wald" & das Naturgebiet "Haeselaarsbroek":

 

 

Es wird langsam Zeit zurückzukehren. Mit einer SD-Karte voller Bilder geht es nach Hause.

Und wieder bewahrheitet sich Goethes berühmter Text: „Warum in die Ferne schweifen. Sieh das Gute liegt so nah.“ ...........

 

"Wer sich für die Natur keine Zeit nimmt, wird sie auch nie richtig verstehen lernen."

(Homepageherausgeberin, *1966)

 

 


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